WhatsApp, warum hast du uns das angetan? Warum wir unbedingt den alten WhatsApp-Status wieder zurückhaben wollen

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Welcher Status-Typ bist du?
LESEZEIT CA: 6 MINUTEN

Es gibt viele, doch nur eine hat es geschafft, den größten Teil der Welt zu erobern. WhatsApp ist die mit 80% weltweit am meisten genutzte Messenger App. In Zahlen, 5.978.952.000 Menschen haben am 23.02.2017, meist mit Schrecken, das neuste Update vernommen. Unzählige (jedoch höchstens 5.978.952.000) ließen vor lauter Überraschung und Schreck ihre Smartphones zu Boden fallen. Wenn deines nicht überlebt hat, bekommst du HIER ein Neues. Es wurden sogar Leute wegen Schockzustand behandelt #ichschwöre.

Jetzt, etwas mehr als eine Woche später, haben wir uns von den ersten Emotionen erholt und können in aller Ruhe rekapitulieren, was denn mit unserem geliebten WhatsApp, so wie wir es kannten, passiert ist. Sachlich. Ohne das die Emotionen überkochen. Also ganz in Ruhe. Durchatmen…

OMG! Das neue Status-Feature ist so unnötig! Warum haben sie das gemacht?!?

WhatsApp Status

Ein kleiner Test von meiner Kollegin: sie wollte nur mal wissen, wer alles ihren Status abcheckt. Und siehe da, 37 Leute aus ihren Kontakten haben es angeschaut.

Was genau ermöglicht einem die neue Status-Funktion und warum finden wir die so super doof? Nun, dank des Updates ermöglicht WhatsApp uns kurze Videos, Bilder oder auch GIFs als „Status“ zu setzen. Nach 24 Stunden verschwindet dieser dann ganz von alleine. Nun ja, an sich ja erstmal nichts Schlimmes und für diejenigen, welche ihre extrovertierte Social Media Art, auch denjenigen präsentieren wollen, die sich auf Instagram, Snapchat und Facebook dezent zurückhalten, ein Segen. Doch irgendwie fühlt es sich trotzdem falsch und unbequem an. So als wäre jemand ungefragt zu dir nach Hause gekommen und hätte dir einen grellgelben Sessel in die Ecke deiner Küche gestellt. Er schränkt dich nicht ein und im Wohnzimmer fändest du ihn sehr stylisch (so wie wir die Bilder und kurzen Videos auf Instagram und Snapchat lieben), aber er gehört einfach nicht in DIESE Ecke.

WhatsApp Status

Du bestimmst, wer deinen WhatsApp Status sehen darf und wen du ausschließt.

Und dann musst du bei jedem potenziellen Besucher entscheiden, ob du den Sessel vorher mit einem Tuch verbirgst oder nicht. So ist es eben mit dem neuen Status auch. Dieser ist nämlich für alle deine WhatsApp Kontakte sichtbar. Solltest du dies nicht wünschen, hast du nur die Option, mühevoll all diejenigen einzeln aus dem auserwählten Kreis deiner Statusupdates auszuschließen. Zu umständlich!

Auch diejenigen, die ab und an gerne mal süße Nachbarn auf WhatsApp stalken, wird die Neuerung kaum erfreuen können. Es gibt nämlich keinerlei Möglichkeit, sich die Statusbilder oder kurzen Videos anonym anzusehen. Denn dem Status setzenden wird jeder der sich seinen Status angesehen hat, auch angezeigt. Wozu soll so eine Funktion denn gut sein, wenn nicht zum „stalken light“.

Mit dem neuen Status musste der alte, vertraute und geliebte Status gehen

UND DAS IST DAS SCHLIMMSTE ☹. Der eine kam, der andere musste unverdient weichen. Was aber auch damit einher ging, ist, dass man auch nicht mehr die gesamten WhatsApp Kontakte alphabetisch sortiert mit rundem Profilbild links und dem „alten Status“ rechts aufgereiht sieht. Da konnte man nach Herzenslust Status und Profilbilder ansehen ohne dass der andere davon Wind bekommen hat. Zwar änderte sich nicht alle 24 Stunden etwas, doch das was dort stand oder welches Bild gewählt wurde, hatte Bestand. In einer so unbeständigen Welt wusste man, die Lebensweisheiten im Status einiger Kontakte werden auf EEEEEWIG wehren. Sowas gibt Halt. Mir fehlt schon das „carpe diem“ der Lehramts-Studenten oder die niedlichen, aufeinander gereihten Äffchen, Herzchen und Geister. Diese plötzliche Trennung tut soooo weeeeeeh! Und der neue Status ist kein Trost für unsere gebrochenen Herzen. Ganz und gar nicht. Und das einzige, was bleibt, ist ein: Warum nur?

Es gibt Hoffnung, dass wir uns wieder mit WhatsApp versöhnen ❤

Als WhatsApp das Update des Grauens vornahm, haben die Entwickler sicherlich nicht gedacht, dass höchstens 5.978.952.000 User ihre Smartphones vor Schock fallen lassen würden. Es gab zwar in der Vergangenheit schon kleinere und größere Änderungen, die die Gemüter der User erregten. ABER UNS DEN STATUS WEGNEHMEN? Das war zu viel. Das ist wohl auch WhatsApp klargeworden. Denn schon wenige Tage nach dem uns allen so unliebsamen Update, haben die Macher des Messengers angekündigt, uns den alten Status unter einem anderen Namen zurückzugeben. Aber auch dem neuen Status bleibt WhatsApp treu. So hat jeder die Möglichkeit, den Status, welcher einem mehr beliebt, zu verwenden. Und für alle ganz Mitteilungsbedürftigen unter uns auch beide. Bleibt zu hoffen, dass dann auch die „Telefonbuch“-Funktion wieder zurück zu uns findet. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie die Benutzeroberfläche sich verändert und wie die “Usability” dieser sein wird.

Frei nach dem Motto, zeig mir deinen Status (den alten) und ich sag dir, wer du bist – eine kleine Typologie

Typ 1: „Hey there I`m using WhatsApp“ heytherestatus

Dieser WhatsApp User ist ein lässiger Typ Mensch. Die Maschinen haben ihn noch nicht in Ihren Bahn gezogen und er nutzt WhatsApp zwar genauso oft und gern wie alle anderen. Trotzdem ist dieser Gattung an lässiger Menschenmasse besonders wichtig, mit dem schon in der App vorinstallierten Status zu zeigen: Ich habe WhatsApp, aber WhatsApp hat nicht mich.

Typ 2: Niedliche Emoji-Aneinanderreihungemojistatus

Hier muss man tatsächlich zwischen den weiblichen und männlichen Menschgeschöpfen unterscheiden.

Äffchen-Smiley mit Zunge-raus-Geist-Nerd bedeutet bei den Ladys: Hey ich bin total gut drauf, super easy und spontan. Und wie du siehst auch ein bisschen crazy #inagoodway. In Wirklichkeit bedeutet das allerdings „lass bloß nicht die Klobrille oben, wenn du mal zu Besuch bist. Ich bin in manchen (vielen) Sachen ein bisschen unflexibel. Das kann die eine Variante sein, die andere jedoch, um zu zeigen, was man grad alles für crazy Sachen macht. Je mehr desto besser ;)

Äffchen-Smiley mit Zunge-raus-Geist-Nerd bedeutet bei den Herren; Hey ich bin total gut drauf, super easy und spontan. Und wie du siehst auch ein bisschen crazy #inagoodway. Zumindest soll es das der Frauenwelt weiß machen. In Wirklichkeit sagt es jedoch aus: „ich bin verwirrt, glaubt mir kein Wort” 😉.

Typ 3: Lebensweisheitenzitatstatus

Das sind meine persönlichen Lieblinge. Denn das verrät am meisten über die Person, die den Status gesetzt hat. Daran kann man nämlich sehen, was die Person hinter dem WhatsApp Profil berührt. Wer sie/er ist, oder wie sie/er zu bestimmten Dingen steht. Geht diese Person am meisten in Liebe, Hoffnung, Streben nach Mehr oder auch Ironie auf? Wirklich Leute, achtet Mal darauf. Denn wenn jemand ein Zitat oder eine Weisheit verwendet, hat diese sie oder ihn zumindest unterbewusst nachhaltig berührt.

Typ 4: „Bin Beschäftigt“verfügbarkeitstatus

Ja genau. Mit Staffel 6 Folge 11 oder was? Jo, richtig erraten. Diejenigen, die ein „Bin Beschäftigt“ im Status haben, wollen sich eigentlich nur dem Druck, allen sofort zu antworten, entziehen. Das Gegenstück bilden die Verfügbar-Personen, denn die haben einfach Bock zu chatten. Also los in die Tasten hauen!

Typ 5: Liebeserklärungenschatzistatus

Besonders bei Jugendlichen beliebt, denn jeder soll wissen wer sein “Babbbbüüüü, Baby, Schatz <3” oder was auch immer ist. Manche Männer schreiben auch stolz “verheiratet” rein, damit jeder weiß, der hat es geschafft und damit die Damenwelt sich nicht ranschmeißt. Na, ob ein Status sowas verhindert, sei dahingestellt.

Fazit

WhatsApp hat uns in den vergangenen Wochen eine Menge zugemutet und wir waren den Umständen entsprechend noch relativ entspannt 😉. Ein Glück müssen wir nicht mehr allzu lange warten, und dann können wir endlich unseren inneren Philosophen im alten Status mit neuem Namen zum Besten geben. Mit Tiefgang und so. Ich sage dazu nur: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich Sein ist der Weg“. Und wenn dir nur noch ein tolles neues Smartphone zum Glück fehlt, wirst du bei uns im Shop ganz bestimmt fündig.

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1 Kommentar

  1. Dieser Artikel berührt mich zu tiefst. Ich werde ihn auf eine Seite skaliert ausdrucken und in eine steintafel meißeln. Die 10 Gebote wurden endlich auf 11 erhöht. Danke kathe.

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