Wer hat das Smiley getötet?

0
Passend zum Geburtstag: Alles zur Geschichte von Emojis, Animojis und Memojis
LESEZEIT CA: 4 MINUTEN

Wir schreiben den 17. Juli. Ein Tag wie jeder andere – könnte man meinen. Aber nein, heute ist es an der Zeit, die Arbeit ruhen zu lassen und zurückzublicken. Wieder ein Jahr voller Emotionen: Ärger, Freude, Trauer, Liebe… Dank einer bahnbrechenden Erfindung braucht es jedoch keine Worte mehr, um all diese Emotionen auszudrücken. Ihr ahnt es vielleicht schon – es geht um das Emoji. Packt eure Smartphones aus und feiert zusammen mit mobildiscounter den vierten World Emoji Tag! 😶😟😐😯😲😳🤗🙌️🎊️🎉🍾

Wie alles Begann – Punkt, Punkt, Komma, Strich :-)

Das Emoji blickt auf eine lange Tradition zurück. Den einen Ursprung festzustellen, fällt schwer. Ein immer wieder verbreiteter Beginn der Emoji-Sage geht auf das Jahr 1982 zurück: Damals schlug der Informatik Professor Scott Fahlma vor, in einem Universitäts-Forum den Smiley-Klassiker :-) zu verwenden, um ernste von humorvollen Beiträgen zu unterscheiden.

Die Geburt des Emoji

Weitere 16 Jahre dauerte es, bis sich der Japaner Shigetala Kurita – damals 25-jähriger Mitarbeiter des japanischen Mobilfunkanbieters NTT DoCoMo – im Jahre 1998 der Aufgabe stellt, eine universelle Bildsprache zu entwickeln. Kurita war an der Entwicklung des Nachrichten-Dienstes i-mode beteiligt, der Botschaften auf eine Maximallänge von 250 Zeichen begrenzte. Das Ausdrücken von Emotionen (ohne Worte) war im Rahmen seiner Arbeit also durchaus notwendig. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte er Vorschläge für insgesamt 176 kleine Ideogramme, die nach wie vor die Basis für unsere heutigen Emojis darstellen.

Die ersten Emoji Skizzen

Die ersten Emoji Skizzen des Japaners Shigetala Kurita aus dem Jahr 1998. Quelle: vice.com


Nützliches Party-Wissen: Smileys sagt man übrigens schon lange nicht mehr, wenn man nicht negativ auffallen möchte. Der Begriff wurde auch im deutschen Sprachgebrauch längst durch „Emoji“ ersetzt. Dieser setzt sich aus den japanischen Wörtern für „Bild“ und „Buchstabe“ („e“ und „moji“) zusammen und hat sich international als Begriff für die lustigen kleinen Bilder durchgesetzt.

Emojis heute – WhatsApp, Twitter, Facebook, Emoji der Film & der Emoji-Tag

Aus der heutigen Kommunikation sind Emojis kaum noch wegzudenken. Egal, ob per WhatsApp, Twitter oder im Facebook-Messanger: Ohne Emojis geht es nicht. Mittlerweile sind über 2.600 Emojis im Einsatz, jeden Tag kommen mehr hinzu. Experten zufolge werden jeden Tag über 10 Milliaren Emojis verschickt! Allein bei Twitter sind es Jahr für Jahr mehr als 3 Milliarden – Tendenz steigend! Der Hype um die kleinen Bilder geht sogar über den Einsatz im Chat hinaus: 2017 kam sogar ein (mehr oder weniger gelungener) Emoji Animationsfilm in die Kinos, der sich ganz um das „Leben“ des Emojis „Gene“ dreht.

Emoji the movie

The Emoji Movie (2017) – Platter Film, starke Botschaft: Emojis sind im Kommunikations-Alltag angekommen und eignen sich mittlerweile sogar als Hauptdarsteller in Kinofilmen.

Warum feiern wir am 17. Juli den Emoji Tag?

Der World Emoji Day wird seit 2014 jedes Jahr zum 17. Juli gefeiert. Warum eigentlich gerade heute? Dabei ist die Erklärung für die Datumsfindung eigentlich ziemlich banal. So handelt es sich nicht etwa um den Geburtstag des Emoji-Begründers oder um den Jahrestag eines bestimmten Ereignisses. Vielmehr geht es um das Kalender Emoji 📅 von Apples iPhones 🍏, auf dem zufällig der 17. Juli eingestellt ist. Auch Google passte das Kalender-Emoji 2016 an und zeigt seitdem bei Android und Gmail ebenfalls den 17. Juli.

The next Level: Animojis, AR Emojis & Memojis

Die Entwicklung der Emojis geht natürlich weiter. Nach verschiedenen Anläufen, animierte – also bewegliche – Emojis zu etablieren, ging Apple 2017 mit der Veröffentlichung des iPhone X noch einen Schritt weiter und brachte die sogenannten Anomojis auf unsere Smartphones. Erstmals war es möglich, Emojis per 3D-Gesichtserkennung in Echtzeit an das eigene Aussehen anzupassen. Die animierten Figuren (Fuchs, Katze, Einhorn & Co.) ahmen Mimik, Augen- und Lippenbewegungen detailgetreu nach.

Gif Apple Animojis

Wer sich selbst schon immer mal als Katze, Roboter oder Einhorn fühlen wollte, sollte sich Apples Animojis auf dem iPhone X anschauen. Quelle: giphy.com


Obwohl sich mittlerweile auch andere Smartphone-Hersteller wie Huawei und Samsung an animierten Emojis versucht haben, bleibt das Original unerreicht. Mit dem Release von iOS 12 können iPhone-Besitzer sogar noch einen Schritt weitergehen und sogenannte Memojis erstellen. Diese können nach Belieben gestaltet werden und sind darüber hinaus sogar für Video-Chats (FaceTime) als Avatar nutzbar. Wie das aussehen kann, zeigt Apple selbst: Passend zum 4. Emoji-Tag präsentiert das Unternehmen aus Cupertino seine Mitarbeiterseite. Zu sehen sind etwa CEO Tim Cook und Designer Jony Ive im Memoji-Design.

Apple Leadership Memoji Avatare

Apple sagt Happy Birthday Emoji. Neben den als Memoji gestalteten Mitarbeiterbildern kündigte das Unternehmen gleich 70 neue Emojis für iOS 12 an. Quelle: apple.com

Was ist dein Lieblings-Emoji?

Wer weiß, wie es um die Zukunft bestellt ist. Wenn es so weitergeht, werden Emojis vermutlich früher oder später die Weltherrschaft übernehmen. Bis es soweit ist, sollten wir die Emojis ruhig als das feiern, was sie sind: Hilfreiche kleine Bilder, die das Leben leichter machen und dankend einspringen, wenn mal wieder die richtigen Worte fehlen.

Übrigens: Das weltweit meistgenutzte Emoji ist der „lachende Smiley (hups) mit Tränen in den Augen“ 😂. Was ist dein Favorit? Schreib es mir doch in den Kommentaren! 🙃

 

Passend zum Emoji-Tag. Animojis und Memojis im iPhone X mit günstigem Vertrag!

Apple iPhone X mit Vertrag kaufenApple iPhone X: Mit Face ID, Animojis, Memojis und High-End-Ausstattung bist du bereit für die Zukunft.

iPhone X ansehen »

 

Teilen:

Hinterlasse eine Antwort