Was passiert, wenn mein Handy zu heiß wird?

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Mit diesen Tipps verhinderst du Hitze-Schäden an deinem Smartphone
LESEZEIT CA: 6 MINUTEN

Smartphones müssen so einiges aushalten können: Staub, Schmutz, Wasser, harte Bodenlandungen, etc…Darüber hinaus kann Hitze insbesondere im Sommer (aber nicht nur dann!) zu einem Problem werden. Dass Akkus durch starke Überhitzung sogar explodieren können, haben die meisten von uns noch in guter Erinnerung – Stichwort: Samsung Galaxy Note 7. Zu hohe Temperaturen machen nicht nur dem Akku, sondern auch dem Display und allen anderen Hardware-Komponenten das Leben schwer. Was kann passieren, wenn dein Handy zu heiß wird? Ich gehe der Frage für dich auf den Grund und gebe dir praktische Tipps mit auf den Weg, mit denen du dein Smartphone vor einem Hitzekollaps bewahrst.

Samsung Galaxy Note 7 mit explodierten Akkus

Der Ernstfall: Baumängel führten beim Samsung Galaxy Note 7 mehrfach zu explodierten Handy-Akkus. Quelle: androidcommunity.com


Warum erhitzen sich Smartphones überhaupt?

Dass dein Handy überhaupt warm wird, ist ziemlich logisch. Schließlich handelt es sich bei Smartphones um kleine Hochleistungsrechner. Als Faustregel gilt: Die jeweils aktuelle Smartphone-Generation ist in etwa so leistungsstark, wie die vorangegangene Generation stationärer PCs! Das entspricht einem Zeitraum von etwa 3 Jahren.

Die Wärmeentwicklung von Halbleitern (wie deinem Smartphone) steigt mit wachsender Leistung. In der Realität merkst du das ziemlich schnell daran, dass dein Handy beim Zocken oder Videos schauen besonders heiß wird. Das ist ganz normal und liegt einfach nur daran, dass die Prozessoren auf Hochtouren laufen. Das Gleiche gilt beim Laden des Akkus: Auch hier gehört eine gewisse Wärmeentwicklung einfach dazu.

Generell solltest du dir also keine Sorgen machen, wenn sich dein Smartphone ab und an etwas zu heiß anfühlt!

Temperatur-Überwachung des Handy-Akkus und Prozessor-Auslastung mit AnTuTu

Je höher die Prozessorauslastung desto heißer wird dein Smartphone. Die Benchmark-App AnTuTu verschafft dir einen Überblick über die Auslastung deines Handys.


In diesen Situationen erwärmt sich dein Handy besonders schnell

Allzu heiß solltest du dein Handy aber nicht werden lassen. Denn insbesondere deinem Akku macht ständige Hitze zu schaffen. Durch Wärmezufuhr beschleunigt sich die Oxidation der Zellen im Akku. So wird der eh schon begrenzte Lebenszyklus eines Lithium-Ionen-Akkus noch weiter verkürzt. Darüber hinaus können sogar die Flüssigkristalle von Displays unter großer Hitze Schaden nehmen.

Direkte Sonneneinstrahlung ist schädlich

Sowohl Menschen, als auch Smartphones kommen mit Sonnenlicht nur in Maßen zurecht. Während wir im schlimmsten Fall mit einem Sonnenstich zu kämpfen haben, geht es unseren Smartphones ganz ähnlich: Die bevorzugte Arbeitstemperatur von Handy-Akkus liegt etwa zwischen 0° und 30°C. Liegt die Temperatur dauerhaft über 35° oder sogar 40°C, schadet das den Zellen und verringert die Lebensdauer.

Handys mögen keine direkte Sonneneinstrahlung

Direkte Sonneneinstrahlung kann dazu führen, dass dein Handy zu heiß wird. Besonders im Sommer solltest du dein Smartphone schattig verstauen.

Im Sommer droht Gefahr in geschlossenen Räumen

Sonneneinstrahlung allein macht deinem Smartphone schon ganz schön zu schaffen. Liegt es darüber hinaus noch im warmen Auto, sind Schäden vorprogrammiert. Besonders gefährlich wird es, wenn du dein Handy auf dem Armaturenbrett oder in der Handy-Halterung stecken lässt, während die Sonne darauf scheint. An besonders warmen Tagen können im Innenraum eines Autos schnell bis zu 70° werden – eure Handys können die gleiche Temperatur erreichen!

Induktives Laden: Höhere Temperaturen als beim normalen Aufladen

Wireless Charging im QI-Standard wird immer beliebter. Mittlerweile ist sogar Apple auf den Trend aufgesprungen: Sowohl iPhone X, als auch iPhone 8 lassen sich kabellos aufladen. Auch die chinesischen Smartphone-Hersteller setzen mittlerweile vermehrt auf die Technik. Durch die eingesetzten Spulen (sowohl in der Ladestation als auch im Handy) wird der Akku mithilfe von Induktion geladen. Dadurch entsteht ganz automatisch Wärme. Für gewöhnlich erhitzt sich dein Handy beim kabellosen Laden sogar noch um einiges mehr, als bei einem gewöhnlichen Ladevorgang an der Steckdose.

iPhone auf QI Wireless Charging Station

Kabelloses Aufladen ist mittlerweile auch mit der aktuellen Generation von iPhones möglich. Durch das induktive Aufladen entsteht automatisch Hitze.


Dein Handy wird selbst im Ruhezustand zu heiß?

Selbst wenn du dein Handy nicht aktiv nutzt, kann es zu heiß werden. Das ist zwar ungewöhnlich, muss aber nicht unbedingt Grund zur Sorge sein. Zunächst einmal bedeutet ein heißes Smartphone, dass es arbeitet. Das kann an rechenintensiven Apps (im Hintergrund) oder an der ständigen Netzsuche liegen. Ein Defekt des Gerätes ist jedoch ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Aufwendige Apps im Hintergrund

Apps auf dem Handy werden nicht immer geschlossen. Das ist auch nicht nötig, denn für gewöhnlich schalten Apps bei Nichtnutzung automatisch in den Ruhemodus und lassen den Akku in Ruhe. Beim erneuten Öffnen der Programme aus dem Ruhemodus wird weniger Akkuleistung verbraucht als beim vollständigen Neustart. Auch im Ruhemodus werden jedoch ständig Daten aktualisiert. Machen das zu viele Apps gleichzeitig, kann euer Handy zu heiß werden. Hier helfen Apps wie Cooler Master, die unnötig Ressourcen fressende Programme im Hintergrund beenden. Das kühlt dein Smartphone automatisch herunter.

Ständige Netzsuche als Hitzequelle: LTE, Bluetooth, WLAN und GPS

Dein Handy würde am liebsten immer verbunden sein. Das heißt, dass es (sofern eingeschaltet) ständig auf der Suche nach Netz-, WLAN-, Bluetooth- und GPS-Verbindungen ist. Insbesondere in Regionen mit schlechtem Empfang oder ständig wechselnden Standorten (z.B. während der Zugfahrt) belastet die ununterbrochene Netzsuche dein Smartphone und führt zu Hitzeentwicklung.

So kühlst du dein Handy wieder ab

Langfristig schadet zu viel Hitze deinem Handy. Insbesondere der Akku macht bei hohen Temperaturen früher schlapp. Trotzdem lässt es sich nicht vermeiden, dass dein Smartphone ab und an zu heiß wird. Wie aber kühlst du dein Handy am besten wieder herunter?

Handy im Tiefkühlschrank: keine gute Idee

Keine gute Idee: Wer sein Handy im Kühlschrank abkühlen will, riskiert ernsthafte Schäden.

Der naheliegendste Gedanke ist nicht immer der Beste: Wer sein heißes Handy zum Abkühlen in den Kühlschrank oder sogar in den Tiefkühlschrank legen will, riskiert Schäden. Genauso, wie zu starke Hitze, schadet zu starke Kälte den Zellen in deinem Akku. Im schlimmsten Fall führt eine zu schnelle Abkühlung sogar zur Kondenswasserbildung im Handy. Diese Tipps solltest du stattdessen befolgen, um dein Handy abzukühlen:

  • Lass dein Handy langsam in einem schattigen Raum herunterkühlen. Optional kannst du die Schutzhülle entfernen. Noch schneller geht es, wenn du dein Smartphone dabei ausschaltest.
  • Vermeide direkte Sonneneinstrahlung und die Lagerung an heißen Orten (z.B. im Auto).
  • Deaktiviere Verbindungen, die du im Moment nicht nutzt (z.B. WLAN, GPS oder Bluetooth).
  • Überprüfe die Ressourcen-Nutzung von Apps im Hintergrund. Als Hilfe stehen verschiedene Apps, wie Cooler Master bereit.
  • Halte dein Betriebssystem und deine Apps stets aktuell, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
  • Verzichte auf billige Netzkabel und Netzteile.

Wenn du alle Tipps befolgst, sollte dein Smartphone auch den heißesten Sommer überstehen. Falls dein Handy weiterhin zu heiß werden sollte, deutet das auf einen Defekt hin. Um weitere Schäden zu vermeiden, solltest du einen Fachmann aufsuchen oder das Gerät am besten gleich in den Ruhestand verabschieden. Wie wäre es zum Beispiel mit einem iPhone 8 oder iPhone X mit Vertrag? Diese schalten sich bei Überhitzung sogar automatisch ab und schützen sich somit vor dem Hitzetod.

Wie steht es mit dir? Hast oder hattest du bereits Probleme mit einem zu heißen Handy? Schreib es mir in den Kommentaren!


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