Test: Mobile Payment – Bargeldlos bezahlen im Supermarkt

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LESEZEIT CA: 8 MINUTEN

Nichts ist peinlicher als an der Supermarktkasse zu stehen und den Geldbeutel vergessen zu haben. Doch ab jetzt hilft Dir dein Smartphone aus der Klemme. Denn endlich kann man mit seinem geliebten Telefon (Mobile Payment) bezahlen. Lebensmitteldiscounter Netto stellt mit seiner Netto App eine Möglichkeit fürs Bezahlen mit Smartphone bereit. Ich habe die App auf Herz und Nieren getestet und beantworte dir die wichtigen Fragen dazu:

netto-appWo kann ich mit meinem Smartphone und der Netto App bargeldlos bezahlen?
Was kostet die Nutzung der Netto App?
Wie funktioniert das mobile Bezahlen mit dem Smartphone bei Netto?
Was muss ich an der Kasse tun?
Was kann die Netto App noch?
Die Sicherheit der Netto App oder wie war doch gleich der verdammte PIN?
Was sind die Vorteile des mobilen Bezahlens und der Netto App?
Was sind mögliche Risiken des mobilen Bezahlens und der Netto App?
Meine Erfahrungen beim Einkaufen
Mein Fazit

Wo kann ich mit meinem Smartphone und der Netto App bargeldlos bezahlen?

Mit deinem Smartphone kannst du bargeldlos in allen 4170 Netto Märkten deutschlandweit per Netto App und Mobile Payment bezahlen.

Was kostet die Nutzung der Netto App?

Die Nutzung der App kostet dich keinen Cent.

Wie funktioniert das mobile Bezahlen mit dem Smartphone bei Netto?

Lade dir zuerst die Netto App für dein Smartphone aus dem jeweiligen App Store. Klicke dazu einfach auf einen der Buttons.

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Wenn du die App zum ersten Mal öffnest, befindest du dich im Home-Menü der App. Von dort aus kannst du die verschiedensten Menüpunkte aufrufen.

Unter dem ersten Menüpunkt „Coupons einlösen & Bezahlen“ richtest du das Bezahlen mit deinem Smartphone (Mobile Payment) ein. Um Mobile Payment zu nutzen, benötigst du ein Konto, welches das bargeldlose Bezahlen unterstützt. Im ersten Schritt legst du deshalb ein Netto-Konto an, welches dich berechtigt mit deinem Smartphone an der Kasse zu zahlen. Im zweiten Schritt registrierst du dich für die Netto App im Allgemeinen. Diese kannst du dann auch verwenden, ohne dass du zwingend mit der App bezahlen möchtest. Sinnvoll ist das bspw., wenn du dich nur für die aktuellen Angebote des Discounters interessierst. Dazu gibst du deine vollständigen Account- und Adressdaten ein.

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Danach legst du deinen Bezahl-PIN fest, welchen du immer zum Bezahlen brauchst. Es sollte also sinnvollerweise eine Zahlenkombination sein, die du dir über längere Zeit merken kannst. Das Ändern dieser PIN ist im Nachhinein nur begrenzt möglich. Mehr dazu gibt es im Punkt Sicherheit der Netto App.

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Bei der Hinterlegung der Bankdaten erteilst Du ein SEPA-Mandat, damit deine Einkäufe per Lastschrift von deinem Konto abgebucht werden können. Der Zahlungsanbieter ist PostPay, ein Service der Deutschen Post. PostPay räumt dir nach erfolgreicher und abgeschlossener Registrierung ein Wochenlimit von 250 Euro ein. Für meinen Wocheneinkauf hat das locker gereicht.

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Wenn du die Registrierung abgeschlossen hast, erhältst du eine E-Mail mit allen Informationen, die du benötigst, um das mobile Bezahlen freizuschalten. Zusätzlich bekommst du sofort einen vierstelligen PIN per SMS zugesandt. Bewahre diesen sicher auf! Es wird dir außerdem von PostPay ein Cent auf das Konto überwiesen, welches du bei der Registrierung eingegeben hast. In dieser Überweisung ist ein zweiter Code im Verwendungstext aufgeführt. In meinem Fall dauerte es drei Tage, bis mir der eine Cent überwiesen wurde. Hast du beide Codes erhalten, gibst du diese in der App ein. Nähere Informationen dazu sind auch in deiner Bestätigungsmail enthalten. Für die Codeeingabe hast du 21 Tage Zeit dann verfallen die Codes. Aber die App erinnert dich auch immer wieder daran. Erst danach kannst du die App nutzen, um an der Kasse mit deinem Smartphone zu bezahlen.

Was muss ich an der Kasse tun?

Die Registrierung und Aktivierung hast du abgeschlossen und jetzt geht es zu Netto einkaufen. Du wählst aus dem Sortiment einfach aus, was du benötigst und dann geht’s zur Kasse.

  1. Den Einkauf aufs Kassenband legen.
  2. Die Netto App auf Smartphone aufrufen.
  3. Im Hauptmenü den Menüpunkt „Coupons einlösen & Bezahlen“ wählen.
  4. Persönlichen 4-stelligen PIN eingeben (den hast Du in der Registrierung bereits festgelegt).
  5. Die App generiert nun einen 4 stelligen Code, der für 5 Minuten gültig ist.
  6. Jetzt freundlich dem Kassenpersonal mitteilen, dass man per App bezahlen möchte und dann am besten den generierten Code zeigen.
  7. Jetzt wird der Code in die Kasse eingegeben.
  8. Du erhältst direkt den Kassenzettel aus Papier und kannst den Laden verlassen.

Wenn deine Vorgänger an der Kasse sein ganzes Kleingeld aus allen Jacken- und Hosentaschen zu Tage fördert, kann es schon mal länger als 5 Minuten dauern. Dann kannst du einfach einen neuen Code generieren. Der hat dann auch wieder eine “Lebenszeit” von 5 Minuten.

Du erhältst nach dem Einkauf einen digitalen Kassenbon per Mail. Deine letzten Einkäufe mit Bon kannst Du in der Netto App im Menüpunkt „Meine Einkäufe“ abrufen.

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Was kann die Netto App noch?

Die wichtigste Funktion der App ist die Möglichkeit bargeldlos mit Smartphone zu bezahlen. Aber die Netto App ist eine echte Wundertüte und bietet zusätzlich noch folgende Funktionen:

  • deutschlandweite Filiale-Suche
  • aktuelle Wochenangebote
  • erstellen und teilen von Einkaufslisten
  • scannen von QR-Codes zur Produktinformation
  • das Netto-eigene cardNmore Bonusprogramm nutzen
  • Speichern von elektronischen Kassenzetteln (e-Bons) in der App
  • Teilen der Einkaufszettel und Kassenzettel per Mail möglich
  • Neuigkeiten rund um Netto und seine Produkte, z.B. Monatsangebote, Warenrückrufe, …)
  • NettoTV mit Videos zu Rezepte, Produkten und Aktionen

 

Die Sicherheit der NettoApp oder hast du PIN vergessen?

Da der generierte Code der App nur einmalig fünf Minuten gültig ist, kann der Nächste in der Kassenschlange wahrscheinlich nicht damit bezahlen. Trotzdem empfiehlt es sich, den Code dem Kassenpersonal einfach nur zu zeigen. Geschützt ist das Budget durch die Eingabe des persönlichen PINs.

Etwas unfreiwillig habe ich die zusätzlichen Sicherheitsfunktionen getestet, als mir mein PIN-Code absolut nicht mehr eingefallen ist. Nach drei erfolglosen Versuchen gab es von der App die rote Karte für mein mieses Gedächtnis. Umgehend wurde der Zugang für das mobile Bezahlen gesperrt.

Die gute Nachricht ist, dass man einfach nur zwei Codes braucht, um den Zugang zu reaktivieren. Das Vorgehen ist hier das Gleiche, welches man bereits von der ersten Registrierung kennt. Die Codes gelangen wiederholt per SMS und Überweisung zum Benutzer der Netto App. Erfreulicherweise dauert die Banküberweisung diesmal nur zwei Tage. Nach Eingabe beider Codes in die App konnte ich wie gewohnt weiter mobil bezahlen.

Was sind die Vorteile des mobilen Bezahlens und der Netto App?

Das Zahlen mit Smartphone ist einfach und extrem schnell. Außerdem geht man ja heute nicht mehr ohne Smartphone aus dem Haus. Gerade für kleinere Beträge ist das Smartphone eine echte Alternative und spart das Wühlen nach dem Wechselgeld.

Die Netto App sammelt selbstverständlich auch die cardNmore Bonuspunkte und so ist die Lieblingsprämie schnell zusammengespart.  Wenn man mit der App zahlt, werden elektronisch vorliegende Coupons und Gutscheine automatisch sofort berücksichtigt. So ersparst du dir das Ausschneiden verfügbarer Gutscheine aus Werbeheften. Außerdem werden auch Rabatte angerechnet, von denen du gar nichts wusstet.

Unter dem Menüpunkt „Meine Einkäufe“ bekommt man alle Einkäufe als digitalen Kassenbon (E-Bon) abgelegt. Mit diesem kann dann natürlich auch Ware problemlos umgetauscht werden, ohne dass man das Kassenzettelchaos durchsuchen muss. Zumal es viele unter euch geben wird, die Kassenzettel sofort wegschmeißen.

Die App zeigt gnadenlos an, was im Einkaufskorb gelandet ist. Man hat dadurch auf der einen Seite eine gute Kostenübersicht, aber auch eine Ansicht über das eigene Essverhalten.

Zusätzlich zeigt die App im Menüpunkt „Angebote“ die aktuellen Handzettel und Sonderangebote an. Für Schnäppchenfüchse ist das eine Pflichtlektüre. Wenn man seine Lieblingsprodukte in dem Menüpunkt markiert, werden sie automatisch auf die virtuelle Einkaufsliste der Netto App geschoben. So vergisst man nichts mehr und spart dabei noch kräftig.

Was sind mögliche Risiken des mobilen Bezahlens und der NettoApp?

Wenn man sich für Mobile Payment entscheidet, legt man auch immer ein bisschen seine Gewohnheiten offen. Das ist vergleichbar mit den verschiedenen Treuepunktesystemen wie PayBack, bei denen Einkäufe registriert werden.

Es muss eine stabile Internetverbindung vorhanden sein, um die Netto App im vollen Umfang nutzen zu können. Da die App die Einkäufe erfasst, legt man diese für das Unternehmen offen.

Ebenso könnte der Code von umstehenden Personen mitgehört oder gesehen werden. Das birgt das Risiko des Missbrauchs. Man sollte also sehr genau aufpassen, dass man den Code nicht laut sagt oder jemanden anderen als der Kassierin zeigt. Sonst zahlt man unter Umständen den Einkauf des Hintermanns mit.

Meine Erfahrungen beim Einkaufen

nettoapp-filialfinder-1Ich habe verschiedene Netto Supermärkte bei mir in Nähe getestet.

Pünktlich Freitagnachmittag nach Feierabend fuhr ich zum wöchentlichen Großeinkauf. Den kompletten Registrierungsprozess hatte ich bereits komplett abgeschlossen und wollte nun todesmutig zum ersten Mal mit Smartphone bezahlen. Alle Waren aufs Band gepackt und der Kassiererin freudestrahlend mitgeteilt: „Ich möchte per Smartphone zahlen!“. Soweit so gut, aber die Dame schaute mich an, als wäre ich ein kleines grünes Männchen. „Sowas machen wir nicht. Sie können per EC oder bar zahlen.“ Ich war zugegebenermaßen etwas verdutzt und zeigte ihr die App. Aber leider führte kein Weg zum Zahlen per Smartphone, auch nach dem sie ihre Kollegen befragte. Etwas enttäuscht packte ich alles zusammen und fuhr heim.

Aber ich wollte diesen Rückschlag einfach nicht hinnehmen. Da kam es natürlich gelegen, dass ich meine Eltern besuchte und dass auf dem Weg dahin ebenfalls ein Netto Supermarkt liegt. Also schnell noch mal abgebogen und Versuch Zwei gestartet. Gleiches Vorgehen wie beim ersten Mal, aber mit völlig anderem Ende. Die Kassiererin wollte meinen per Smartphone generierten Code und schon ratterte der Kassenzettel aus dem Drucker.

Ich war so platt davon, dass ich nachfragte. Sie meinte, dass die Leute mit Smartphone öfter bezahlen. Freundlicherweise zeigte sie mir das dafür auf dem Kassentouchscreen vorgesehene Feld und meinte, dass es eigentlich total einfach und schnell geht. Ich zog als glücklicher Technikfreak mit dem Wissen ab, dass es funktioniert. Zwischenzeitlich war ich noch einmal im ersten Netto und konnte auch dort plötzlich problemlos mit Smartphone zahlen.

Mein Fazit

Die Netto App überzeugt mich im Test. Die Bedienung ist echt einfach und der Zahlvorgang an der Kasse geht super fix. Okay, dass mit dem PIN ist absolut nichts für Vergessliche. Schade finde ich, dass ich nur bei Netto so einkaufen gehen kann.

Hast Du schon mit dem Smartphone bezahlt oder bevorzugst Du es ganz klassisch mit Bargeld? Schreibe mir deine Erfahrungen im Supermarkt in die Kommentare.

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1 Kommentar

  1. Hier in Krefeld ist die modernisierte Filiale Sternstraße nicht ans Internet angeschlossen.
    Für und Kunden keine Chance den Bezahlcode zu generieren. Sehr ärgerlich.

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