Smartphone-Akku dank Gesetz bald wieder wechselbar?

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Die Krux rund um Gesetze und festverbaute Akkus
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Kürzlich sorgte eine Meldung aus den USA für Aufregung. Dort soll ein Gesetz verabschiedet werden, welches den Smartphone-Akku-Tausch und die Reparatur deutlich vereinfachen soll. Darin inbegriffen ist auch das vereinfachte Wechseln des Akkus. Ein heißes Thema, welches viele Nutzer bewegt. Bedeutet dies das Ende von festverbauten Akkus in Smartphones?

Was besagt das US-Gesetz?

Die meisten Smartphone-Akkus sind fest verklebt und zudem in einem schwer zu öffnenden Metall-Unibody verborgen. Deshalb lassen sie sich nur schwerlich tauschen. Das ist nicht nur vielen Nutzern ein Dorn im Auge, sondern auch der Legislative. Der Bundestaat Washington möchte bereits zum 01.01.2019 ein komplettes Verkaufsverbot für Geräte mit schwerzugänglichen Akkus erwirken. Darunter dürften derzeit nahezu alle aktuellen Smartphones fallen. Durch das Gesetz soll die Wartung und Reparatur von elektronischen Geräten deutlich vereinfacht werden. Freien Werkstätten wird dadurch ein einfacherer Zugang zu den Einzelteilen (wie dem Akku) gewährleistet, sodass diese ohne großen (finanziellen) Aufwand getauscht werden können.

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Bei nahezu allen aktuellen Smartphones ist der Akku fest verbaut. Quelle: ifixit.com


Ein nobler Gedanke. Schließlich gab es in den letzten Jahren immer wieder Probleme mit den Akkus. Das Note 7 ist verraucht, Apple drosselte die Leistung der iPhones, ohne die Kunden zu informieren und verlangte bis zuletzt horrende Preise für einen Akku-Tausch.

Was wären die Folgen des Smartphone-Verbots?

Kurzfristig wird auch dieses Gesetz Smartphone-Hersteller kaum zum Umdenken anregen. Schließlich passen die Vorgaben absolut nicht zum derzeitigen Smartphone-Design rund um Aluminium-Unibodys bzw. Glasgehäuse “aus einem Guss”. Ein komplett neues Design müsste her – kurzfristig unwahrscheinlich. Außerdem würde das Gesetz (vermutlich vorerst) nur im Bundesstaat Washington gelten. Somit ist die naheliegendste Konsequenz, dass die betroffenen Geräte dort nicht mehr verkauft werden (dürfen). Allerdings könnten weitere Bundestaaten und sogar Länder nachziehen – auch in Europa. Oder gibt es vielleicht sogar bereits Regelungen? Du wirst überrascht sein.

Smartphone_Akku_Gesetz

Auch in Deutschland gibt es bereits Regelungen. Quelle: http://maxpixel.freegreatpicture.com


Was ist mit Deutschland?

§4 Satz 2 des Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten” (ElektroG). Schon einmal davon gehört? Eher nicht. Darin steht beschrieben: “Elektro- und Elektronikgeräte, die vollständig oder teilweise mit Batterien oder Akkumulatoren betrieben werden können, sind so zu gestalten, dass eine problemlose Entnehmbarkeit der Batterien und Akkumulatoren sichergestellt ist.” Zack. Schwarz auf weiß als Gestaltungsgebot in einem deutschen Gesetz, welches bereits am 20. Oktober 2015 verabschiedet wurde. Warum haben also fast alle Smartphones nach wie vor festverbaute Stromspeicher? Sollten die Hersteller nicht seit 2015 ausschließlich Geräte anbieten, welche wechselbare Akkus bieten? Tun sie es? Natürlich nicht. Warum?

Erstens ist der Paragraph zu ungenau gefasst. Wer ist der Empfänger dieser Regelung? Die Nutzer oder die Abfall-Entsorger? Schließlich wird nicht ersichtlich, ob es sich um die Phase der Nutzung durch den Verbraucher handelt oder erst um die Entsorgung. Entsorgungsunternehmen haben dank Spezialwerkzeug und Kenntnissen keine Probleme, den Akku zu entfernen. Ihnen ist es schließlich egal, ob das Gerät oder der Smartphone-Akku danach noch funktioniert.

Der Otto-Normal-Nutzer wird hier oftmals seine liebe Not haben. Zudem widerspricht diese Sichtweise dem Sinn des Gesetzes, der sich bereits aus dessen Titel ergibt: Hier steht die Umweltverträglichkeit – und damit Umweltschutz – an erster Stelle. Erreicht wird diese durch Abfallvermeidung und weniger Müll. Schließlich wandern viele Smartphones in den Müll, da der Akku nicht mehr will. Selbst diese können – sogar schon heute – oftmals noch für gutes Geld (wieder)verkauft werden.

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Wegwerfen oder Aufheben? Quelle: Pixabay.com


Zweitens fehlt schlicht und ergreifend die Rechtsfolge bei Nicht-Einhaltung. Mögliche Rechtsfolgen dieser Ordnungswidrigkeiten ergeben sich aus §45 ElektroG – den “Bußgeldvorschriften”. Genau dort ist der §4 Satz 2 aber nicht aufgeführt. Damit verstoßen die Hersteller zwar gegen das Gesetz, Konsequenzen – immerhin Bußgelder bis zu 100.000 Euro – gibt es dadurch allerdings keine zu befürchten.

Also wird sich nichts ändern?

Vorerst nicht. Bis der deutsche Gesetzgeber das ElektroG und dessen Rechtsfolgen überarbeitet oder allgemein gültige Regeln aus den USA zu uns herüberschwappen, wird sich an der Situation nichts ändern. Auch die Akzeptanz der Kunden spricht, sicherlich auch mangels Alternativen, eine deutliche Sprache. Das aktuelle Smartphone-Design ist schließlich ein Ausfluss einer Marktanalyse der Hersteller. Gleichbedeutend mit der Umsetzung von Kundenbedürfnissen und -Wünschen.

Immer dünnere Smartphones mit mehr Leistung erfordern ein spezielles Design und Ausgestaltung der Bauteile. Den Herstellern vorzuwerfen, es gehe beim Verzicht auf wechselbare Akkus nur ums Geld, ist unfair. Ein wechselbarer Akku bei einem Unibody ist eher schwierig. Wie so oft gibt es also dabei kein “Schwarz” oder “Weiß”. 

Allerdings müssen die Hersteller sich die Frage gefallen lassen, warum auch ein Galaxy S5 bereits wasserdicht war – mit wechselbarem Akku. Auch die aktuellen Samsung Galaxy Smartphones sind wasserdicht, bieten aber einen festverbauten Akku. Aber genau hier sind wir dann wieder beim aktuellen Smartphone-Design. Dieses sieht deutlich moderner aus und bietet zudem ein hochwertiges Erscheinungsbild. Überzeugen kannst du dich davon im Online-Shop unter www.mobildiscounter.de

Wie stehst du zu wechselbaren Akkus: Mittlerweile unnötig oder längst überfällig? Sag mir deine Meinung in den Kommentaren.


(Quelle für das Titelbild: Pixabay.com)

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15 Kommentare

  1. Ulrich Roglitzki am

    Also, das Gesetz ist eindeutig!
    In Verkehr bringen bedeutet doch die Ware in den Handel zu bringen.
    Insofern hat das nichts mit der Entsorgung zu tun.
    Die fehlenden Kosequenzen … , tja da muss wohl mal ein Gericht ein Grundsatzurteil fällen.
    Das die Sache nicht expizit bei den Bußgeldern aufgeführt wird beutet nicht das dies nicht geandet werden kann.

    • Ein Smartphones ohne austauschbarem Akku kaufe ich nicht ! Das ist nur Geldschneiderei ! Da gelobe ich mir lieber die alten “Oma – Handys” von z.b. Nokia 3310 !

  2. Ulrich Roglitzki am

    Also, das Gesetz ist eindeutig!
    In Verkehr bringen bedeutet doch die Ware in den Handel zu bringen.
    Insofern hat das nichts mit der Entsorgung zu tun.
    Die fehlenden Konsequenzen … , tja da muss wohl mal ein Gericht ein Grundsatzurteil fällen.
    Das die Sache nicht expizit bei den Bußgeldern aufgeführt wird, bedeutet nicht das dies nicht geandet werden kann.
    Ich persönlich bin für sehr für austauschbare Akkus. Leider ist dies nicht das einzige Problem.
    Auch die Versorgung mit Sicherheitsupdates und aktueller Android Version (was ja auch was mit Sicherheit zu tun hat) ist unzureichend.
    Micorosoft Win 10 hat zwar kaum Verbreitung auf Tablets, wird aber ständig aktuallisiert.

    Korrektur!!!

  3. Jens Hartmann am

    Ich finde es ist nicht stichhaltig zu begründen, dass wegen der schlankeren Bauform heutiger Smartphones keine wechselbaren Akkus verbaut werden könnten. Das ist purer Unsinn. Man kann heute dünnere Akkus herstellen, die einfach das Volumen in der Breite und Länge wieder wettmachen. Es liegt einzig am Unwillen der Hersteller, die uns in arglistiger und rechtsmissbräuchlicher Absicht abzocken und den Verbraucher mit Lügen eindecken, dass es wegen des Designs nicht umsetzbar sei. Selbst mit den heutigen Akkus ginge es, wenn der Hersteller eine leicht ablösbare Rückseite vorsehen würde. In den Industriestaaten lohnt sich ein Akkuwechsel wegen den Lohnkosten nicht mehr, was von den Herstellern schamlos ausgenutzt wird, da damit de facto ein Smartphone zum einmaligen Wegwerfprodukt degradiert wird. In Schwellenländern, wo rege und problemlos solche verbauten Akkus kostengünstig in kleinen Läden gewechselt werden können, lachen sich über uns ins Fäustchen.

    Zum andern muss dem EU-Verbraucherschutz und auch dem Gesetzgeber, der hier bislang tatenlos zusah, ein Armutszeugnis ausgestellt werden. Sie haben mit ihrer Passivität nicht nur den Verbraucher geschädigt, sondern auch unsere Umwelt nachhaltig belastet. Ich bin überzeugt, dass mit einem Importverbot in der gesamten EU ein rasches Umdenken der Hersteller Einzug halten wird.

  4. Tobias Claren am

    Wie wäre es mal mir einem Gesetz dass Smartphones Wasserdicht sein müssen.
    Was Sony scheinbar auch aufgrund der Dusch-Verhaltensweisen in Japan (Smartphone unter die Dusche mitnehmen…) macht, könnte auch zum Standard werden…

    Die Buchsen wären noch “offen”, aber nach innen dicht.
    Ein wasserdichtes Notebook ist schon etwas aufwändiger, je nach dem welche Anschlüsse etc. man hat.
    Siehe z.B. Panasonic CF-31. Da hat man Klappen die man zuklappt, und dann noch ein Stück hoch zieht.
    Aber auch die normalen Buchsen könnten wenigstens nach innen Wasserdicht sein.
    Dass maximal das Netzteil einen Kurzschluss bekäme, wenn man es an eine nasse Buchse anschließt.
    Wenn die Kontakte an USB etc. noch Kurzgeschlossen sind, könnte eine LED daneben warnen dass sie noch nicht trocken genug ist. “reinpusten” etc., und die LED geht aus.

    Wer sein Smartphone schon jetzt etwas schützen will ohne ein Sony zu kaufen kann so etwas wie “Talamex WP-100” (die “Marine-Version” ist noch etwas “rubuster”) einsetzen. Aufmachen und alle Platinen, auch unter Metallkäfige etc. sprühen. Auch auf Kontakte, die man vorher auch trennen kann. Das isoliert zwar elektrisch, aber Kontakte die ja mit Druck aufliegen verdrängen das Zeug.
    Damit hat man vor einigen Jahren mal demonstrativ in Sendungen Röhren-Fernseher in einem Wasserbecken laufen lassen.

    Risiko und Preis rechtfertigen eine gewisse Wassergeschütztheit aller Smartphones.

    • Hi Tobias,
       
      vielen Dank für deinen Beitrag. Meiner Meinung nach braucht es das von dir geforderte Gesetzt nicht unbedingt. Denn die Hersteller bringen ohnehin immer mehr entsprechende Geräte auf den Markt. Ein Großteil der neuen Smartphones sind schon heute spritzwasser- und staubgeschützt und überleben zeitweiliges Untertauchen (IP67-Standard). Auch wirklich wasserdichte Geräte, die auch längere Tauchgänge überleben, gibt es immer häufiger:
       
      Neben Sony liefern zum Beispiel Samsung (seit dem Galaxy S7) und LG (seit dem LG G5) ihre High-End-Modelle ebenfalls mit IP68-Zertifizierung aus. Sogar das OnePlus 6 soll ähnliche Wasserschutz-Eigenschaften besitzen – auf eine Zertifizierung nach IP-Standard wurde jedoch aus Kostengründen verzichtet. Tatsächlich scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis alle Smartphones wasserdicht sein werden. Die Technik schreitet voran und die notwendigen Maßnahmen zum effektiven Wasserschutz werden offensichtlich immer günstiger. Wer weiß – vielleicht kommt die nächste Generation Smartphones ganz ohne Kabel und Tasten aus? Damit sollte sich das Thema langfristig erledigt haben :)
       
      Übrigens: Dein Tipp mit dem Schutzspray mag zwar vielleicht funktionieren, ist jedoch eher nicht zu empfehlen. Durch eine Demontage entfallen Garantie- und Gewährleistungsansprüche und einen 100%-igen Wasserschutz kann man dadurch genauso wenig garantieren. Wer wirklich ein “Unterwasser-Smartphone” braucht, sollte meiner Meinung nach lieber zu einer entsprechenden Hülle oder gleich zu einem Outdoor-Handy wie dem Caterpillar Cat S60 (bzw. dem bald verfügbaren Cat 61) greifen.
       
      LG
      Ben

  5. Ich kaufe grundsätzlich nur Telefone mit wechselbarem Akku! Ich hoffe sehr, dass sich Kunden mehr Gedanken machen und somit auch die Hersteller zwingen wieder mehr Auswahl anzubieten. Ich verwende derzeit das Galaxy J5 2016, neuer Akku 15,- Euro, problemlos selbst zu tauschen. Kein Nachfolger in Sicht, Samsung sollte sich schämen!

  6. Ich suche schon seit 2 Tagen im Netz nach Smartphones, die noch einen Wechselakku haben. Leider hört es bei den Top-Geräten bei Samsung S5 auf.
    Ich würde sofort ein Gesetz unterstützen, dass Wechselakkus zwingend vorschreibt, und Geräte mit fest verbautem Akku ab 2020 nicht mehr verkauft und ab 2025 nicht mehr in der EU betrieben werden dürfen. Aber die EU kümmert sich lieber um Krümmunsradien von Bananen!
    Vielleicht tut sich der Gesetzgeber auch deshalb so schwer, weil ein Smartphone mit Wechselakku mit herausgenommenem Akku wirklich AUS ist.
    Bei fest verbauten Akkus ist AUS aber nicht AUS; der Große Bruder kann noch mithören! (und mitsehen, und mit- wer-weisss-was-sonst-noch-alles!) Pfui!

    • Hiho Dieterle,

      die Auswahl ist tatsächlich begrenzt. Neue Smartphones mit wirklich wechselbaren Akkus gibt es nicht mehr. Allerdings soll der Akku im Pocophone F1 (von Xiaomi) vergleichsweise leicht zu tauschen sein. Vielleicht wäre das was für dich?

      LG,
      Ben

  7. Microsoft hat diesbezüglich vorbildliche Geräte angeboten, bei fast allen Lumia ist der Akku ganz einfach austauschbar !
    Somit kann man das Lumia 950 / 950 XL nehmen und erhält ein Top-Smartphone, neben dem wechselbaren Akku bietet es ein exzellentes AMOLED-Display, einen SD-Karten-Slot für Speicher -Erweiterung, zusätzlich trotzdem zwei SIM- Slots (in der Dual -SIM-Version) – und die Möglichkeit, Maus und Keyboard und externen Bildschirm anzuschließen und es dann wie einen PC zu benutzen…. LTE und NFC sind selbstverständlich auch dabei und laden kann man es kabellos via QI. Akku 3360mAh. Das alles schon zu Anfang anno 2016. Ist das nicht rundum genial ? Was hatte Apple zu der Zeit zu bieten ? Fast gar nichts von den genannten Eigenschaften ! Und auch Samsung war in vielen der genannten Punkte nicht ebenbürtig. Warum haben die Leute trotzdem teuer Apple und Samsung gekauft, aber nicht eines der Geräte von Microsoft ? Der Nachfolger (also das “Lumia 960”, das nie so geheißen hat) hat es daher nicht über den Prototypen hinaus gebracht. Der Konsument wollte es offenbar so…

    Übrigens bekommen die Windows10-Geräte (wie das Lumia 950 / 950XL) weiterhin ständig Updates, trotz des offensichtlichen Ausstieges von Microsoft aus der Entwicklung von Smartphones. Sogar noch ältere und einfachere wie das Lumia 640 (XL) aus 2015. Ein Vorbild an Nachhaltigkeit und Langlebigkeit !

  8. Reinhard Möckel am

    Meiner Meinung nach ist es längst überfällig, auswechselbare Akkus zur Pflicht zu machen. Zumindest müsste der Käufer die Wahl haben. Entweder ein Smartphone so dünn wie möglich, dafür Akku nicht wechselbar, oder wechselbarer Akku und dafür größeres Gehäuse. Ich werde mir keinesfalls ein Smartphone mit festverbautem Akku zulegen. Wenn es sein muss, verzichte ich eben auf die “Spitzenmodelle”. Ich werde mich keinesfalls den Herstellern absolut ausliefern, indem ich entweder einen nötigen Akkuwechsel in einer teuren Werkstatt vornehmen lasse oder gar ein neues Smartphone anschaffe, nur weil der Akku verbraucht ist.

    • Ich verstehe auch Deutschlands die EU nicht. Dieses Getöse von Umweltschutz und seltenen Erden …
      Weder Handy noch die neueren Laptops haben Wechselakkus.
      Ein Gesetz und fertig.
      Verlogene Wirtschaft, verlogene Politik…
      LG anhaltmike

  9. Ich bin für eine Bekannte auf der Suche nach einem Smartphone mit auswechselbarem Akku – und EXTREM genervt davon, dass es kaum noch solche Geräte gibt.
    Ich habe ein Doogee Valencia 2 bei dem mir letztes Jahr der Akku durch Überhitzung kaputtgegangen ist. Für unter 15 Euro habe ich ihn ausgetauscht.

    Das Doogee ist neu nicht mehr erhältlich, Nachfolgegeräte haben fast alle (bis auf ein paar wenige unbrauchbare) einen fest verbauten Akku.

    Bei den mir bekannten Samsungs sind die Einschalt- und Lautstärketasten so direkt gegenüber angebracht, dass man sich beim Halten zum Fotografieren entweder die Finger verbiegen muss, oder man verstellt sich automatisch den Zoom.

    WIE BESCHEUERT!

    Und für ein Gerät, dessen Android-Version eh nur ein paar wenige Jahre supportet wird, ein halbes Vermögen auszugeben kommt natürlich nicht in Frage. Man hat schließlich keinen Geldsch… im Keller.

    • Hey Angela,

      tatsächlich scheint es in der Akkugeschichte keine Bewegung zu geben. Die verfügbaren Geräte auf dem Markt, bei denen sich der Akku austauschen lässt, kann man mittlerweile an einer Hand abzählen. Als weitgehend aktuelles Gerät fällt mir da spontan nur das Samsung Galaxy Xcover 4 ein https://www.mobildiscounter.de/samsung-galaxy-xcover-4 – hier lässt sich der Akku noch ganz normal austauschen. Alternativ lässt sich der Akku im Pocophone F1 (https://www.mobildiscounter.de/xiaomi-pocophone-f1) relativ leicht selbst austauschen. Dazu müssen lediglich zwei Schrauben gelöst und hier und da ein Stecker herausgezogen werden. Dazu hat Xiaomi soga eine Lasche am Akku angebracht, mit dem man ihn herausziehen kann. Natürlich ist das nicht wirklich befriedigend (Achtung: Jegliche Gewährleistungs- und Garantieansprüche sind nach dem Wechsel natürlich dahin), aktuell gibt es jedoch keine befriedigende Alternativen.

      LG Ben

  10. Samsung Xcover 4s, der Nachfolger des Xcover 4, ist mit dem gleichen Akku wie der Vorgänger kompatibel. Das ganze Gerät ist vom Gehäuse her baugleich, lediglich die Leistungsdaten wurde aktualisiert. Für mich hat Samsung mit dem Gerät etwas sehr gutes geschaffen, 4 Jahre Sicherheitsupdates (bei der Businessversion), Wechselakku, Rückseite problemlos austauschbar, robust und spritwassergeschützt. Kein Designwunder, aber Zweckmäßig.

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