Sensationelle Entwicklung: Smartphonesteuerung mit Gesicht

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EarFS-Kopfhörer ermöglichen revolutionäre Bedienung per Gesichtsgesten
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Wer noch nie seine Nase als Fingerersatz zum Bedienen seines Smartphones benutzt hat, besitzt wahrscheinlich keines. Doch nicht nur, wenn du die Hände voll hast, kann die Bedienung schwierig werden: Handschuhe bzw. nasse Hände sorgen schnell für Frust bei der Bedienung. Wie also das Smartphone freihändig nutzen? Sprachsteuerung ist eine Variante: Lösungen in Form von Siri, dem Google-Asistenten, dem HTC Companion oder Samsungs Bixby gibt es schließlich reichlich. Umgebungsgeräusche oder ein voller Mund machen dir hier schnell einen Strich durch die Rechnung. Kein Problem: Eine neue Methode ist die Smartphonesteuerung über Mimik und Gestik. Beim Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung hat man sich dieser Problematik angenommen.

EarFS: So funktioniert die Gestenerkennung

Die Entwicklung umfasste verschiedene Möglichkeiten und Technologien, welche Kopf- und Gesichtsbewegungen als Steuerungssignale für mobile Geräte nutzen. Viele Sensoren im Gesicht erlauben zwar eine genaue Messung, sind aber absolut untauglich im Alltag. Deshalb stand Im Fokus der Forschung vor allem die Alltagstauglichkeit einer solchen Technik. Die Lösung heißt EarFS. Dabei handelt es sich um Ohrstöpsel, welche die Bewegungen des Gesichts oder Kopfes durch Verformungen des Ohrkanals messen. Der darin verbaute Sensor registriert schon die kleinsten Bewegungen im Gesicht. So kann selbst ein Lächeln über die Muskelströme im Ohr registriert werden.

Die große Herausforderung dabei ist, die feinen Messdaten nicht durch äußere Einflüsse, wie Erschütterungen beim Gehen zu verfälschen. Genau dies ist den Wissenschaftlern nun über eine zusätzliche Referenz-Elektrode am Ohrläppchen gelungen.

Smartphonesteuerung mit EarFS

EarFS-Prototyp im Einsatz. Quelle: Fraunhofer IGD


Die gemessenen Daten werden dann von EarFS an dein Smartphone übertragen. So kannst du bspw. mit einem Zwinkern den Music Player starten oder mit einem Nicken Anrufe entgegennehmen. Bisher ist EarFS jedoch nur zu Testzwecken in Form von Prototypen verfügbar und noch weit von der Marktreife entfernt. Somit ist noch unklar, welche Smartphones mit der Technik kompatibel sind. Auch sind wir gespannt, ob die Daten im Endeffekt Kabellos übertragen werden können.

Zahlreiche neue Möglichkeiten bei der Smartphonesteuerung

Abgesehen von den oben genannten Interaktionen, bietet EarFS noch viele weitere Nutzungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Auswertungen sind so genau, dass dein Smartphone dich warnen könnte, wenn du müde oder erschöpft bist. Es gibt auch gute Nachrichten für all Diejenigen, die sich nur allzu gern und oft vom Smartphone ablenken lassen. Durch die Gesichtserkennung können auch Konzentrationsphasen erfasst werden. Um dich nicht zu stören, schaltet sich das Smartphone daraufhin selbstständig stumm. Auch für Menschen, die gesundheitlich nicht in der Lage sind, Smartphones auf die “klassische Weise” zu bedienen, ermöglicht dies neue Kommunikationsmöglichkeiten per Gesichtsgesten.

Und wir dachten, Smartphones könnten nicht noch innovativer werden

Diese Entwicklung wird die Smartphone-Nutzung und damit unsere Lebensweise revolutionieren. Gleichzeitig dient es damit als Grundlage für weitere Entwicklungen im Bereich der Steuerungen von Maschinen. Dies ermöglicht auch in der Industrie ganz neue Möglichkeiten.

EarFS ist eine praktische Erfindung für alle Lebenslagen: Ob beim Einkaufen oder Autofahren, EarFS wird das Leben erleichtern. Schließlich gibt es zahlreiche Situationen in denen eine Bedienung per Sprache oder über den Touchscreen nicht möglich – aber notwendig – ist. Wir bleiben gespannt und freuen uns auf weitere Forschungsergebnisse. So macht Wissenschaft doch Spaß! ❤

Aus Erfahrung kann ich sagen, richtig eingestellt, geht es auch mit lustigen Grimassen.

Smartphonesteuerung per Gesicht und Grimasse

Quelle: giphy.com


Würdest du diese Technologie nutzen? Welche Funktionen würdest du gerne mit deiner Mimik steuern können? Schreib es uns doch als Kommentar direkt unter den Beitrag.

 

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(Quelle für das Titelbild: Fotolia.de)

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