Samsung Galaxy S9 Test: Die inneren Werte zählen

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Bedeutungsloses Update oder das Smartphone des Jahres?
LESEZEIT CA: 8 MINUTEN

Einige Wochen sind vergangen, seit Samsung die neue Galaxy-S-Reihe in Barcelona präsentiert hat. Seitdem gab es gemischte Meinungen, wie gut Galaxy S9 und Galaxy S9 Plus denn im Endeffekt sind. Diese Aussagen gingen von “Unnötiges S8-Update” bis hinzu “Spitzenklasse”. Auch ich konnte das Smartphone nun einige Zeit testen und mit anderen Top-Geräten vergleichen. Somit kommt hier die Zusammenfassung meiner Eindrücke im Galaxy S9 Test.

Look and Feel: sinnvolle Verbesserungen zu den Vorgängern

Wie bereits im Vergleich Galaxy S9 vs. Galaxy S9+ beschrieben, haben sich die beiden Geschwister-Modelle nie zuvor derart groß unterschieden. So gibt es nicht nur den klassischen Größenunterschied (5,8 Zoll zu 6,2 Zoll) sondern auch exklusiv beim Plus-Modell eine Dual-Kamera auf der Rückseite.

Äußerlich (fast) ein Galaxy S8

Ansonsten ist das Design nahezu unverändert gegenüber den Vorgänger-Modellen, wie der galaktische Galaxy-Vergleich zeigt. Das S9 liegt sehr gut in der Hand. Unschöne Kanten, schroffe Übergänge oder andere Beanstandungen gibt es nicht. Auch ist das neue Galaxy S9 selbstverständlich wasserfest und staubdicht gemäß IP68-Zertifizierung. Einziges Manko: Leider ist das Gerät dank gläserner Rückseite ein echter Fingerabdruck-Magnet. Im Vergleich Galaxy S9 vs. Galaxy S8 wurde lediglich die Position des Fingerabdrucksensors verändert. Dieser liegt bekanntermaßen nun unter der Kamera auf der Rückseite. Nach kurzer Eingewöhnung finde ich die Position tatsächlich besser gelöst, als beim Galaxy S8. Der Finger kommt nun schließlich meist von unten und somit wischst du nicht ständig über die Kamera-Linse(n).

Beim nächsten Gerät sollte der Fingerabdrucksensor dann aber unter dem Display-Glas liegen. Schließlich beweist Smartphone-Hersteller Vivo, dass die Technologie mittlerweile Marktreif ist. Samsung muss hier nachziehen, um nicht den Anschluss zu verlieren.


Stereo-Sound dank AKG-Unterstützung:

Stereo statt Mono: Meine heimlichen Star des Galaxy S9 sind die neuen Stereo-Lautsprecher. Entwickelt wurden diese in Kooperation mit den Sound-Profis von AKG. Im Vergleich zu den Vorgängern mit Mono-Speakern klingen diese unfassbar gut. Der Sound dröhnt nun auch aus dem zusätzlichen Lautsprecher oberhalb des Displays. Bedeutet: Selbst wenn ich (im Quer-Format) den Speaker an der Geräteunterseite mit meinem Finger verdecke, klingt die Soundausgabe gut, da der obere Lautsprecher mitarbeitet.

Die Kamera überzeugt auf ganzer Linie

Im Kamera-Vergleich Galaxy S9 vs. Galaxy S9+ wurde deutlich, dass die Dual-Kamera des Plus-Modells zwar mehr Features bietet, jedoch auch das normale Galaxy S9 fantastische Bilder produziert.


Potential verschenkt: Das Galaxy S9 ohne Dual-Kamera

Trotzdem empfinde ich den Verzicht auf den optischen Zoom beim kleinen Galaxy S9 als No Go. Samsung nimmt den gleichen Weg, wie Apple bei iPhone 8 und iPhone 8 Plus. Hier hätten die Koreaner beiden Modellen eine Dual-Kamera spendieren sollen. So bietet nur das Galaxy S9+ den coolen Live Fokus und Bokeh-Effekt. Beim normalen Galaxy S9 gibt es den Selektiven Fokus, welcher jedoch nur aus einer Entfernung von rund 50 cm funktioniert. Auch auf den optischen Zoom, welcher das Galaxy S9+ zu einer echten Alternative zur Spiegelreflexkamera macht, musst du beim Galaxy S9 verzichten.

Variable Blende sorgt für unfassbar gute Qualität bei Dunkelheit

Bei Dunkelheit spielen die Knipsen dann ihre wahre Stärke aus. Kein anderes Smartphone hat so gute Bilder bei kompletter Dunkelheit oder schwachen Lichtverhältnissen gemacht. Am ehesten kommt hier meiner Meinung nach das Huawei Mate 10 Pro mit dessen f/1.6-Blende heran. Jedoch macht die f/1.5-Blende der Galaxy Smartphones geknipste Bilder noch eine Spur heller. Bei guten Lichtbedingungen (über 100 Lux) nutzt das Galaxy S9 hingegen automatisch die f/2.4-Blende und sorgt so für detailreiche Bilder. Dies zeigen auch die Bilder aus dem Vergleich mit dem Galaxy Note 8.


Super Slow-Motion: Kann man haben…

…muss man aber nicht. Die Super-Slow-Motion ist eine nette Spielerei – mehr aber auch nicht. So ähnlich kennen wir das schließlich schon von Sony, welche für das XZ Premium ebenfalls eine Super-Zeitlupe von 960 Bildern pro Sekunde anbieten. Die Zeitlupen-Momente umfassen maximal 0,2 Sekunden und ich kann auch nicht aussuchen, wann die Knipse eine Zeitlupen-Aufnahme starten soll. Es muss sich stets etwas vor der Linse bewegen, damit das Galaxy S9 (Plus) mit der Slow-Mo-Aufnahme startet. In der Praxis artet die Bedienung zudem schnell in harte Arbeit aus. Das Smartphone also ruhig halten. Den Finger stets auf dem Auslöser haben (sonst stoppt die Aufnahme). Dann den richtigen Moment einfangen, wann etwas passiert. Sehr schön ist wiederum, dass ich bis zu 20 Slow-Mo-Sequenzen innerhalb eines Videos aufnehmen kann. Auch die umfangreiche nachträgliche Bearbeitung mit eigener Musikuntermalung weiß zu gefallen. 

Sinnvolle Verbesserung der Kamera-App

Eine kleine Umgewöhnung war die angepasste “Kamera”-App. Während ich beim Galaxy S8 beispielsweise nach oben wischen musste, um auf die Front-Kamera zu wechseln, funktioniert dies nun mit einem Wisch nach links. Die Kamera-Einstellungen befinden sich nun rechts, die Foto-Modi links am Rand. Beim Galaxy S8 waren diese noch im Menü versteckt. Sie wurden erst sichtbar, sobald du nach links gewischt hast. Diese kleinen Detail-“Vereinfachungen” zeigen, dass Samsung sich hier wirklich Gedanken gemacht hat.

AR-Emojis besser als Animojis

Um das wichtige Thema “Kamera” umfangreich abzuschließen, muss ich natürlich noch ein paar Worte zu den AR-Emojis verlieren. Für mich – neben den Stereo-Lautsprechern – ein großer Pluspunkt der neuen Galaxy Smartphones. Schon beim Galaxy S9 Hands On war ich begeistert und bin es immer noch. Egal, wem ich die witzigen animierten 3D-Avatare präsentierte – Begeisterung und ein Lächeln waren stets die erste Reaktion. Die Auswahl an Stickern (insgesamt 18 Stück) deckt bereits jetzt die wichtigsten Emotionen ab. Das Teilen via GIF-Dateiformat funktionierte über sämtliche Messenger problemlos. Das ist zugleich der große Vorteil gegenüber den Apple Animojis, welche in ihrer Reinform eben nur auf dem iPhone X funktionieren. Ein weiterer Vorteil ist die Individualität. Selbstverständlich gibt es auch hier Potential: Die Auswahl an Kleidung, Frisuren etc. ist ausbaufähig und einige Gesichtszüge könnten etwas genauer sein, aber alles in allem sind die AR-Emojis ein wunderbarer Zeitvertreib.

Samsung-Galaxy-S9-AR-Emoji-Sticker


Akku: Erwartungsgemäß gut

Der 3.000 mAh-Akku hat mich stets über einen bis anderthalb Tage gebracht. Ich würde mich nun auch nicht als Hardcore-User bezeichnen, aber die typischen Dinge (E-Mails checken, zocken, ein paar Fotos schießen) fallen im Laufe eines Tages schon an. Der Akku hält gefühlt weder sonderlich länger als beim Vorgänger, noch kürzer. Auch bei der Aufladung gibt es keine Unterschiede. Selbst das Zubehör im Lieferumfang (Netzstecker und Kabel) sind identisch mit dem des Vorgänger-Modells. Kurz gefasst: Der S9 Akku ist gut und bietet mit Quick-Charge und kabellosem Laden alles, was ein Premium-Smartphone braucht. An das Huawei Mate 10 Pro mit dessen 4.000-mAh-Riesenakku kommen jedoch weder Galaxy S9 noch Galaxy S9+ heran. Samsung als gebranntes Kind – “Note-7-Fiasko” – ging hier also noch einmal auf Nummer sicher.

Akkustand_Galaxy_S9_Plus_Vergleich


Display: Absolute Spitzenklasse

Was bereits 2017 super war, ist auch 2018 noch immer Top. So gibt es beim Infinity-Screen demnach keine Unterschiede zu den Vorgänger-Modellen. Bereits im Galaxy S8 und dem Galaxy S8 Plus wurden die baugleichen Displays verwendet. Vor allem das Samsung Galaxy S9+ mit seinem 6,2 Zoll Screen macht jedes Tablet überflüssig. Die Farben sind kräftig, die Schwarzwerte dank Super AMOLED absolut grandios und die Blickwinkelstabilität super. Das Bild ist dank QHD-Auflösung zudem unglaublich scharf (570 ppi). So macht es gleich doppelt Spaß, Videos oder Spiele auf dem neuen Samsung Smartphone zu genießen. 

Leistung: Unterschiede, die keiner merkt

Das Galaxy S9+ und Galaxy S9 unterscheiden sich in der Leistung. So verbaut Samsung im großen Modell 6 GB Arbeitsspeicher, im kleinen nur 4 GB. Auch hier frage ich mich, warum ich für mehr RAM zum großen Modell greifen muss. Nichtsdestotrotz sind die Unterschiede nur auf dem Papier sichtbar. Weder beim Galaxy S9, noch beim Galaxy S9+ kamen mir jemals irgendwelche Ruckler oder Verzögerungen unter. Auch die Entsperrmethoden Intelligent Scan, Iris-Sensor oder der Fingerabdruckscanner arbeiten unisono zügig und ohne Verzögerungen. Die Bedienung läuft stets flüssig, alle Apps werden rasend schnell aufgerufen. So liegt das neue Galaxy S9 im AnTuTu-Multi-Core-Benchmark punktemäßig auch vor dem bisherigen Spitzenreiter iPhone X und bildet damit die Sperrspitze der aktuellen Entwicklung.

Technische Daten im Vergleich

Sollten noch Fragen zu den technischen von Galaxy S9 (Plus) offengeblieben sein, gibt es hier noch einmal sämtliche Specs im Überblick

Vergleich_Galaxy_S9_Galaxy_S9_Plus_Technische_Daten


Release und Preis: Schon bald offiziell verfügbar

Mit 849 Euro bzw. 949 Euro sind beide neuen Galaxy Smartphones teurer, als die direkten Vorgänger. Bereits im vergangenen Jahr hat Apple mit dem iPhone X die 1000-Euro-Schallmauer durchbrochen, sodass nun Samsung ebenfalls die Preise anzieht. Dafür bekommst du aber auch das Beste vom Besten. Das Samsung Galaxy S9 (Plus) erscheint in Deutschland am 16. März. Bei mobildiscounter.de kannst du es jetzt bereits mit Vertrag ab 1 Euro bestellen.

Lohnt sich der Umstieg auf das Galaxy S9?

Ich bin begeistert! Altbekanntes Design mit überzeugenden inneren Werte: Leistung satt, eine sagenhafte Kamera, ein tolles Design und AR-Emojis machen das neue Galaxy S9 zum besten Smartphone, welches es aktuell zu kaufen gibt.

Wenn ich den neuen Galaxy Smartphones etwas ankreiden soll, dann die fehlenden Unterschiede zum Galaxy S8. Jedoch ist es verständlich, dass Samsung das Rad nicht jährlich neu erfinden kann. Vor allem da Galaxy S8 und Galaxy S8 Plus die perfekte Basis bieten, welche nun sinnvoll weiterentwickelt wurde. Einen etwas faden Beigeschmack hat die Tatsache, dass Samsung nun auch bei den Features (Dual-Kamera und Arbeitsspeicher) zweigleisig fährt. Damit werden Freunde kleinerer Smartphones benachteiligt, da du für das “Komplettpaket” zum Galaxy S9 Plus greifen musst.

Ein Umstieg auf das neue Galaxy S9 (Plus) lohnt sich also für alle, die noch kein Galaxy S8 oder Note 8 besitzen und ein absolutes Top-Smartphone suchen, welches keine Wünsche offen lässt. Die passenden Angebote zum Galaxy S9 und Galaxy S9+ gibt es im Online-Shop von mobildiscounter.de.

Was ist deine Meinung zum Galaxy S9? Sag es mir in den Kommentaren.

 

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