iPhone X Test im Alltag bringt Überraschungen

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Erstaunliche Infos zu Display, Kamera, Face ID, Akku und Animojis!
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Nachdem wir dem Apple iPhone X bereits im Hands On schon mal auf den Zahn fühlen durften, wird es nun Zeit für einen ausführlichen iPhone X Test. Wie schlägt sich der Akku im Alltag? Wie gut funktioniert Face ID und was leistet die True-Depth-Kamera? Ist das iPhone X schneller als die Konkurrenz? Hier gibt es die Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

Beeindruckend einfach: Design und Bedienung im Überblick

Der Look stimmt, aber ist das iPhone X im Alltag auch praktisch? Das Gerät sieht mit seiner Glasrückseite wirklich sexy aus und ist ein echter Hingucker. Auch an die neue Bedienung ohne Home-Button – und vor allem ohne Touch ID – gewöhnte ich mich sehr schnell. Nach oben Wischen zum Entsperren – fertig. Den Finger kurz beim Wischen auf dem Display halten und schon öffnen sämtliche Tabs. Diese können dann über kurzes Finger-auf-dem-Display-Halten auch geschlossen werden. Keine Überraschung ist der fehlende Klinkenanschluss im iPhone X – die mitgelieferten Kopfhörer werden über die Lightning-Buchse angeschlossen. Als Relikt aus alten Zeiten hat dafür der Apple-typische “Nicht-Stören-Knopf” erneut seinen Weg ins iPhone X gefunden. Nach wie vor eine clevere, wie praktische, Lösung für stille Stunden.

Die Glasrückseite ist Fluch und Segen zugleich

Die angenehme Größe von rund 14 cm sorgt dafür, dass das 5,8 Zoll große iPhone X auch über lange Zeit problemlos mit einer Hand bedient werden kann. Bei der Nutzung musst du jedoch ein wenig aufpassen. Trotz fettabweisender Glasrückseite ist das iPhone X zuweilen nicht das griffigste Smartphone. Da Apple selbst für die Reparatur bzw. den Austausch des Glases bis zu 611 Euro (!) verlangt, solltest du unbedingt über eine Hülle nachdenken. Apropos “fettabweisende Rückseite”: Im iPhone X Test zeigt sich trotz ebendieser, dass Fingerabdrücke auf dem Glas nicht unausweichlich sind. Allerdings ist die gläserne Rückseite nicht so rutschig, wie der metallische Rücken seiner Vorgänger.

Das stabilste iPhone aller Zeiten ist wasser- und staubdicht

iPhone X Test Dualkamera

In Puncto Stabilität überzeugt das iPhone X auf ganzer Linie: Es ist wasser- und staubdicht gemäß IP67-Zertifizierung. Aber Achtung – bevor nun Alle ihr neues iPhone X ins nächste Waschbecken pfeffern: Wässerschäden werden von der Apple-Garantie nicht abgedeckt. Allerdings kann das iPhone X bis zu einer halben Stunde in 1 Meter tiefes, klares Wasser getaucht werden, ohne Schaden zu nehmen.

Die exzellente Verarbeitung sämtlicher Öffnungen und Anschlüsse sorgt dafür, dass kein Wasser bzw. Staub an Stellen gelangen, wo sie nichts zu suchen haben. Auch Münzen oder Schlüssel können dem stabilen Glas nichts anhaben. Gefährlich wird es lediglich bei härteren Stoffen, wie kleinen Sand- oder Schmutzpartikeln, welche sich z. B. in der Hosentasche finden können. Überraschend erfreulich: Der angebissene Apfel befindet sich unter dem Glas. Nun brauchst du dir bei diesem ehemaligen Schwachpunkt auch keinerlei Sorgen um Kratzer machen.

Zudem ist das iPhone X sehr robust: Ein #Bendgate, wie einst beim iPhone 6, wird es nicht geben. Dafür sorgt auch der Edelstahlrahmen und die ebenfalls aus Edelstahl bestehenden, physischen Knöpfe an den Geräteseiten. Außerdem sind die Übergänge zwischen Rahmen und Glas durch Plastik geschützt, was bei Stürzen etwas Kraft absorbiert.

iPhone X Sicherheitscheck: Wie gut funktioniert Face ID im Alltag?

Sehr gespannt war ich auf den Langzeittest von Face ID. Wird es Touch ID ersetzen können? Face ID hat in der Zeit des iPhone X Test größtenteils exzellent funktioniert. Egal, ob es stockfinster oder hell ist, ob die Sonne scheint oder es regnet – Face ID arbeitet drinnen und draußen wie es soll. Der Anteil an fehlerhaften Scans war minimal. So hat Face ID auch mit dem Tragen einer Sonnenbrille kein Problem. Sogar zwischen offenen und geschlossenen Augen wird – auf Wunsch – unterschieden. In den Einstellungen kannst du festlegen, ob Face ID vor dem eigentlichen Scan eine “Aufmerksamkeitsprüfung” durchführt. Bei geschlossenen Augen und wenn kein Blickkontakt mit dem iPhone X besteht, bleibt das Gerät gesperrt.

Fun Fact: Das Gleiche gilt im Übrigen beim Tragen eines Schals über Mund und Nase. Hier quittierte Face ID dies auch über mehrere Versuche mit einem gesperrten iPhone. Wenn es draußen also richtig kalt wird, lieber den Entsperr-Code im Kopf behalten ?. Weitere Informationen zu Face ID gibt es hier.

iPhone X Test Face ID


Fun Fact²: Wenn du z. B. seit sechseinhalb Tagen deinen Entsperrcode nicht eingegeben hast und dazu das Gerät über 4 Stunden am Stück nicht verwendet wurde, wird Face ID nicht funktionieren. Das Gleiche gilt, wenn das iPhone X seit über 48 Stunden nicht verwendet wurde oder der Akkustand bei unter 10% liegt.

Auch bei der Geschwindigkeit gibt sich Face ID keine Blöße: Das iPhone X ist in Windeseile entsperrt – hier vergeht lediglich ein Sekundenbruchteil – vergleichbar mit dem Iris-Scanner des Galaxy Note 8.

Dual-Kamera erfüllt hohe Erwartungen im iPhone X Test

Selbstverständlich ist die Kamera eines der wichtigsten Bestandteile eines Smartphones. Schließlich sollen die geknipsten Bilder möglichst detailreich und farbecht wirken. Hier hat bereits das iPhone 8 Plus im Test gezeigt, was in der – auch hier – verbauten 12-Megapixel-Dual-Knipse steckt. Die Erwartungen waren also dementsprechend hoch.

Das Wetter meinte es gut mit mir und so konnte die iPhone-X-Kamera sowohl bei Tag, als auch bei Nacht, ausgiebig getestet werden. Einen bunten Blumenstrauß verschiedenster Motive des sächsischen Spätherbstes gibt es in der Galerie:

Anmerkung: Die Bilder wurden verkleinert.


iPhone X Porträtlicht liefert tolle Bilder

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass die 12-Megapixel-Kamera bei Helligkeit ausgezeichnete Fotos macht. Auch die Bedienung über die App “Kamera” geht spielend leicht. Es gibt hierbei neben dem Porträtlicht-Modus weitere Farbfilter sowie einen Panorama- und Quadrat-ModusDie Farben sind – besonders auf dem neuen OLED-Screen – kräftig und farbecht. Der zweifache optische Zoom ist nicht nur praktisch, sondern auch verlustfrei – Dual-Kamera sei dank! Der Porträtlicht-Modus zaubert aus jedem Bild ein kleines Kunstwerk, welches auch nachträglich angepasst werden kann. Das zeigt auch das Beispiel eines Halloween-Überbleibsels.

iPhone X Test Porträtlicht


Verbesserungsbedarf bei Dunkelheit

Lediglich bei Nachtaufnahmen hätte ich mehr erwartet: Die Bilder sind zwar ausreichend hell, Blitz und Retina-Flash sei dank. Jedoch gibt es auch beim iPhone X teilweise starkes Bildrauschen. Das kommt dahingehend überraschend, da Apple extra die Blende gegenüber der sonst baugleichen iPhone 8 Plus Kamera von f/2.8 auf f/2.4 vergrößerte. Somit sollte eigentlich mehr Licht eingefangen werden und die Bilder bei schlechtem Licht generell besser aussehen. Dabei handelt es sich aber um ein Problem, welches generell (noch) bei vielen Smartphones vorliegt.

Videoaufnahmen machen besonders viel Spaß

Außerdem besteht die Möglichkeit der Aufnahme von Videos. Auf Wunsch ist dies auch in Slow-Mo oder Zeitraffer möglich. Besonders beeindruckt war ich von der 4K-Videoqualität mit 60 fps. Es ist nun mal ein gewaltiger Unterschied, ob Inhalte mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde (fps) wiedergegeben werden. Hier macht Apple wirklich einen grandiosen Job.

Akku: Laufzeit Top – Ladezeit Flop

Beim Akku ist meine Meinung zwiegespalten: Einerseits hält dieser auch bei häufiger Nutzung problemlos einen ganzen Tag aus. Beim direkten Test in Form eines 2 Stunden dauernden Youtube-Videos bei voller Bildschirm-Helligkeit, konnte der Akku überzeugen. So fiel er vom Start bei 77 % lediglich auf 57 %. Das zeigt die Qualitäten des 2.716 mAh großen Stromspeichers. Damit liegt das iPhone X in etwa auf dem Level des iPhone 8 Plus, welches einen etwas kleineren Akku besitzt. Dafür bietet das iPhone X ein schärferes Display. Wenn sich die Prozente doch mal gen Ende neigen, kannst du den Stromsparmodus einschalten. 

iPhone X Test Stromsparmodus


Andererseits dauert das Aufladen mit dem – im Lieferumfang enthaltenen 5 Watt-Standard-Ladeadapter – ewig und drei Tage. So habe ich genau 200 Minuten benötigt, um das iPhone X von 0 auf 100 % zu bekommen.

iPhone X Test Akku aufladen


Das ist im Jahr 2017 für ein absolutes Top-Smartphone bei einem Preis ab 1.149 € einfach zu viel, Apple! Dies kann meiner Meinung nach auch nicht mit der Aussage beschönigt werden, dass es alternatives Zubehör gibt, welches den Ladevorgang beschleunigt. Dieses ist im Lieferumfang, wie bereits im Hands On berichtet, nicht enthalten. Wer allerdings eine induktive Ladestation sein Eigen nennt, kann das iPhone X sogar kabellos laden. Das ist dann jedoch etwas langsamer als die Schnelllade-Funktion des passenden (separaten) Netzteils.

iPhone X Test drahtlos laden

Quelle: Apple.de


Fun Fact: Wenn du bei deinem iPhone X gern die Schnellladefunkion nutzen willst, ohne das angepriesene MacBook-Netzteil zu verwenden. Dann vollbringt der 10-Watt-Ladeadapter des iPad (Pro) fast die selbe Leistung und Geschwindigkeit!

Display und Sound bieten Multimedia-Genuss vom Feinsten

Wenn es etwas gibt, was mich beim iPhone X besonders beeindruckt hat, dann der OLED-Bildschirm. Hier hat Apple wirklich abgeliefert: Nicht nur, dass die 5,8 Zoll fast die gesamte Front (rund 84%) einnehmen, die Darstellung selbst weiß ebenfalls zu überzeugen. Das Display ist scharf, die Farben sind fantastisch, die Helligkeit sehr gut. Die Farben sind kräftig ohne unnatürlich intensiv zu wirken. Das zeigt auch der direkte Vergleich mit dem LC-Display des iPhone 8 Plus. Vor allem bei den Schwarzwerten liegt das iPhone X vorn und zeigt eindrucksvoll, dass OLED die Zukunft ist. Allerdings braucht sich auch der IPS-LCD-Bildschirm des Plus-Modells nicht zu verstecken, wie das Vergleichsbild eindrucksvoll zeigt.

iPhone X Test Displays

Im Vergleich: iPhone 8 Plus oben und iPhone X unten


Eine Kleinigkeit, die der ehemalige Android-User eventuell vermissen mag, ist das fehlende Always On Display. Außerdem nutzt der Bildschirm “nur” eine Super-Retina-Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixeln und 457 ppi. Ein Galaxy S8 bietet hier 2.960 x 1.440 Pixel mit 570 ppi und liefert ein schärferes Bild. Dies fällt jedoch nur bei einer direkten Gegenüberstellung ins Gewicht. Selbige folgt bald hier im Blog.

Auch passt sich der Bildschirm dank des True-Tone-Features ans Umgebungslicht an und wirkt dadurch natürlicher. Der Modus Night Shift entzieht zudem dem Display das blaue Licht für angenehmeres Sehen in den Abendstunden. Auch dieser funktioniert – wenn aktiviert – tadellos. Dazu kommt der fantastische Sound. Das iPhone X ist nicht nur laut, auch der Klang weiß zu gefallen.

A11 Prozessor kann sich nur selbst schlagen

Bei der Bedienung bin ich niemals in die Verlegenheit des Wartens geraten. Das iPhone X fährt blitzschnell hoch und führt alle Eingaben ohne Zögern aus. Das liegt einerseits an der schieren Power des A11-Bionic-Prozessors und dessen 6 Kernen inklusive 3 GB RAM. Andererseits kann das neue iPhone nun deine Touch-Gesten doppelt so schnell verarbeiten, wie noch das iPhone 7. Dadurch wirkt die Bedienung deutlich flüssiger. So kam das iPhone X auch bei der Verwendung von Animojis oder AR-Anwendungen niemals ins Schwitzen. Abgesehen von einer leichten Wärmeentwicklung unter dem Gehäuse.

iPhone X Test Benchmark


Und doch befindet sich das Jubiläumsgerät in unserem iPhone X Test überraschenderweise im AnTuTu-Benchmark nur auf dem zweiten Rang. Noch mehr Punkte erreichte lediglich das iPhone 8 Plus. Allerdings setzt auch dieses Modell auf den A11 Bionic und 3 GB RAM. Die Gründe dafür dürften im größeren und schärferen Bildschirm liegen, der dem Prozessor etwas mehr Leistung abverlangt. Nichtsdestotrotz gibt es derzeit keinen schnelleren Smartphone-Prozessor, als den A11 Bionic. In Verbindung mit dem aktuellen Betriebssystem iOS 11 funktioniert die Bedienung reibungslos.

Animojis: Ein Spaß für Jedermann

iPhone X Test Animoji mobildiscounter

Auch die Animojis wurden in unserem iPhone X Test ausgiebig getestet. Hier bleibt festzuhalten, dass die Gesichtserkennung fantastische Arbeit macht. Egal, ob ich die Augen zusammenkneife, den Mund weit öffne oder die Stirn in Falten lege: Mein animiertes Alter-Ego tut es mir gleich. Hierbei werden, den 30.000 Infrarot-Punkten der True-Depth-Kamera sei Dank, sogar deine Lippenbewegungen synchronisiert. Deshalb bewegen die Animojis bei aufgenommenen Sprachnachrichten ihre Lippen genau wie der Sprecher. Damit dein Gegenüber diese Nachrichten auch als solche empfangen kann, ist jedoch ein iOS-Gerät mit iMessage notwendig. Bei allen anderen wird das Animoji dann als Video im MP4-Format, z. B. via WhatsApp versendet. Fazit: Egal, was du zu sagen hast, es kommt immer besser, wenn du es mit einem Animoji sagst.

Zusammenfassung: Das Sahnehäubchen zum iPhone-Jubiläum

Kein anderes Smartphone wurde so heiß erwartet, wie das iPhone X. Dementsprechend lastete ein enormer Druck auf Apple, ein perfektes Ergebnis abzuliefern. Zeit für eine zusammenfassende Gegenüberstellung von Pro und Contra:

iPhone X Test Pro und Contra


Mit dem iPhone X hat Apple bewiesen, dass man noch immer in der Lage ist, ein innovatives Smartphone zu bauen. Das Gerät bringt vor allem das neue Design, welches ich mir bereits für das iPhone 8 gewünscht hätte. Dazu kommen mit True-Depth-Cam inklusive Face ID, OLEDAll-Screen-Bildschirm und mit den Animojis, wirklich coole neue Features. Solltest auch du den Selbsttest wagen wollen, so bekommst du bei mobildiscounter.de das iPhone X mit Vertrag ab 1 Euro.

Konnte unser iPhone X Test dich überzeugen oder schwörst du auf ein anderes Smartphone? Sag es mir in den Kommentaren.

 

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(Quelle für das Titelbild: Free-Mockup.com)

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