Galaxy Note 8 Test im Alltag und Hands On

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Dualkamera, Akkulaufzeit und Leistung des Samsung Phablets im Check
LESEZEIT CA: 8 MINUTEN

Pünktlich zum Release am 15. September 2017 durfte ich das Galaxy Note 8 erstmals testen. Wie würde sich das neue Mega-Phablet von Samsung im rauen Arbeitsalltag schlagen? Wie lang hält der Akku? Welche coolen Funktionen bietet es  – und vor allem: Passt es in meine Hosentasche? Fragen über Fragen – hier kommen die Antworten.

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Quelle: Samsung


Ausgepackt und angemacht: Note 8 Umstieg ohne Probleme

Das Objekt der Begierde kommt in der typischen schwarzen Umverpackung. Schon seit langem versucht Samsung mit den Verpackungen aus Pappe der Umwelt etwas gutes zu tun. Nach dem Öffnen der Schachtel zeigt sich auch sofort das Smartphone. Mein lieber Herr Gesangsverein, ist das riesig. 6,3 Zoll Display, extrem schmale Ränder, alles schwarz wie die Nacht. Lediglich einige Sensoren lassen sich an der Front ausmachen. Die gläserne, wie glänzende, Rückseite wird hauptsächlich von der Dualkamera und dem daneben platzierten Fingerabdrucksensor bestimmt. In der Mitte findet sich unauffällig der dunkelgraue “SAMSUNG” Schriftzug. Am unteren Rand kommt noch die CE-Kennzeichnung hinzu, welche dem Note 8 bescheinigt, dass es mit den europäischen Sicherheitsstandards konform ist.

Zubehör gibt es reichlich:

  • Quick Charge Netzteil
  • USB-Typ-C-Ladekabel
  • USB-Connector zur schnellen Datenübertragung vom alten Smartphone
  • USB-Typ-C zu micro-USB-Adapter
  • zusätzliche Ersatzminen für den Stylus-Pen (2 dicke Minen, 3 feine Minen)
  • Zange zum Wechseln der S-Pen-Minen
  • AKG-In-Ear-Kopfhörer mit zusätzlichen Aufsätzen
  • SIM-Karten-Nadel
  • Beiblätter, wie Garantiebestimmungen und Kurzanleitung

Dank USB-Connector verlief der Umstieg vom alten Smartphone problemlos. Einfach beide Geräte miteinander verbinden und anhaken, welche Daten übertragen werden sollen. Fertig. Wem das zu viel Aufwand ist, der kann auch mittels NFC eine Datenübertragung kabellos veranlassen. Sollte es sich um ein Samsung Smartphone handeln, ist auch eine Wiederherstellung des Samsung-Backups möglich. Ähnliche Funktionen bietet im übrigen auch Google für sämtliche Android-Smartphones.

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Großes Smartphone, großes Zubehörpaket.


Einrichten und Hands-on: Wie (un)praktisch ist das Galaxy Note 8?

Nachdem das Note 8 zum Leben erweckt wurde, geht alles ganz schnell. Die Einrichtung war in weniger als 15 Minuten erledigt. WLAN aktivieren, Benutzerkontodaten eingeben, Iris registrieren, Fingerabdruck registrieren. Daten vom Altgerät per USB-Connector übertragen. Fertig.

Dann kommt die offensichtliche Frage: Ist “bigger always better”? Passt das Note 8 in die Hosentasche und ist es problemlos zu bedienen? Ich für meinen Teil habe es mit keiner meiner Hosen hinbekommen, das Note 8 einzustecken, ohne dass es zumindest zum Teil heraus stand. Auch spürt man das gigantische Smartphone mit seinen Abmessungen von 162,5 x 74,8 x 8,6 Millimetern stets, was auch dem sportlichen Gewicht von 195 Gramm zu verdanken ist. Hier ist also das Verstauen in einer größeren Jackentasche deutlich angenehmer.

Mit dem Herausziehen des S-Pen hatte ich keinerlei Probleme. Dieser sitzt bombenfest und wird per leichten Druck auf dessen Oberkante per Federmechanismus aus dem Geräte-Inneren befördert.

Samsung_Galaxy_Note_8_Einrichten


Auch bei der Erreichbarkeit des rückseitigen Fingerabdrucksensors gab es nichts zu meckern. Ich bin der festen Überzeugung, dass Samsung hier durch die Platzierung des Pulsmessers zwischen Kamera und Fingerabdrucksensor richtig gehandelt hat. Nach einer ca. 30-sekündigen (Finger)-Übung hatte ich zumindest niemals das Problem, ungewollt mit dem Finger über die Dualkamera zu wischen.

Grandioses Display ohne wenn und aber

Wo Schatten ist, da ist auch Licht – und so hat jede Geschichte zwei Seiten: Die schiere Größe des Note 8 hat den gewaltigen Vorteil, dass das Display einfach gigantisch ist. Mit seiner Diagonale von 16,05 cm eignet es sich perfekt zum Spielen, Videos und Fotos anschauen oder dem Schreiben und Zeichnen mit dem S-Pen. Hier macht dem Note 8 niemand etwas vor. Die Helligkeit ist sagenhaft und übertrumpft auch das Galaxy S8 locker. Die Farben sind unglaublich kräftig und die Blickwinkelstabilität ist aus jedem Winkel gegeben. Auch bei starker Sonneneinstrahlung hatte ich niemals Probleme etwas zu erkennen.

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Galaxy S8 (links) vs. Galaxy Note 8 (rechts).


12-Megapixel-Dualkamera überzeugt

Fast noch mehr Aufmerksamkeit als dem neuen dual edge Super AMOLED Bildschirm und dem geschrumpften Akku wurde Samsungs erster Dualkamera zu Teil. Dazu kann ich sagen, dass mir die Bilder ausnahmslos gefallen haben. Als langjähriger Samsung-Kenner fühlte ich mich auch sofort im (altbekannten) Kamera-Menü wohl. So hat mich dann auch die Bildqualität förmlich weggeblasen. Schärfe, Schnelligkeit, Beleuchtung innen, wie Außen, die Farben – hier gibt es nichts zu meckern.

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Detailreiche Bilder, hohe Auflösung, satte Farben.


Neben den automatischen Kamera-Voreinstellungen bietet das Galaxy Note 8, der Dualkamera sei dank, zahlreiche Modi: So ermöglicht die 12-Megapixel-Knipse einen verlustfreien 2-fachen Zoom. Bilder im üblichen 16:9 Format werden mit sagenhaften 4.032 x 2.268 Pixel aufgenommen. Die Farben wirken echt, der Kontrast überzeugt vor allem auf dem neuen Infinity-Display vollends.

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2-facher optischer Zoom

Galaxy_Note_8_Kamera_Ohne_Zoom

Ohne Zoom.


Live Fokus sorgt für kunstvolle Bilder

Neu ist der sog. “Live Fokus”. Hierbei kannst du – auch nachträglich – ein 1,2  Meter entferntes Objekt fokussieren und die Hintergrundunschärfe anpassen. So entstehen teils kunstvolle Motive. So ist es nicht nur möglich, den Fokus zu variieren, sondern auch in Sekundenbruchteilen zwischen Nah- und Weitwinkelaufnahme hin und her zu switchen.

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Hintergrundunschärfe minimiert.

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Hintergrundunschärfe maximiert.


Sportmodus überzeugt bei beweglichen Objekten

Es gibt zahlreiche, verschiedenste Aufnahme- und Farbmodi. Diese verändern Farbsättigung, die Helligkeit, den Kontrast. So kannst du ein und das Selbe Bild in vielen Varianten knipsen und so deine ganz persönliche Stimmung erstellen. Beim Autorennen war vor allem der kostenlos verfügbare (da separat erhältlich) Sportmodus sehr praktisch, da so schnell vorbeifahrende Fahrzeuge scharf aufgenommen wurden. Sehr schön zu sehen im Vergleich mit Bildern ohne den Sportmodus.

Galaxy Note 8 Kamera ohne Sportmodus

Ohne Sportmodus sind die vorbeifahrenden Rennwagen verschwommen.

Galaxy Note 8 Kamera mit Sportmodus

Mit Sportmodus sind die Rennwagen fokussiert und scharf.


Selfies werden gruselig schön

Auch bei Selfies bietet das Note 8 zahlreiche Einstellungsmodi. So kannst du deine Gesichtsform, den Hautton, die Größe deiner Augen und sogar ein Spotlight anpassen. Um die Tragweite der Einstellungsmöglichkeiten zu demonstrieren, zeige ich zwei Selfies mit gleichem Motiv. Einmal ohne jegliche “Anpassungen” und einmal volle Möhre mit allem, was geht. Das Ergebnis ist besorgniserregend. Jedoch zeigt es, wie anpassungsfähig die Kamera-Software des Note 8 ist. Dazu gibt es noch diverse Sticker und Masken, Kopfbedeckungen und Tierohren, mit denen das Selfie endgültig zur Lachnummer (im positiven Sinne) wird.

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Die ungeschönte Wahrheit ohne Helferlein.

Galaxy_Note_8_Selfie_mit_Modi.jpg

Spotlight, große Augen, Hautton-“Verbesserung”, Gesichtsform-Korrektur aktiviert.


Bixby Vision und S-Pen

Galaxy_Note_8_Kamera_Bixby_Vision

Auch sehr praktisch ist Bixby Vision. Nimmst du ein Foto mit aktivierter Funktion auf, sagt Bixby direkt danach, wie der Assistent dir helfen kann. So kannst du direkt in die Pinterest-Bildersuche mit gleichartigen Motiven gelangen oder per “Shopping” das geknipste Objekt kaufen. Eine abfotografierte Visitenkarte kann beispielsweise sofort als Kontakt mit sämtlichen Informationen hinzugefügt werden und muss nicht erst von dir abgetippt werden. Das ist prinzipiell nichts Neues, gab es die Funktion doch auch schon beim Galaxy S8 (Plus). Dennoch ist es erstaunlich, wie schnell Bixby reagierte und mir (größtenteils) passende Vorschläge gemacht hat.

Mit dem S-Pen kannst du die geschossenen Bilder zusätzlich bearbeiten. So lassen sich bewegte GIFs erstellen. Du kannst auf dem Bild zeichnen oder Sticker hinzufügen. Zusätzlich kannst du das Bild auch als Hintergrund der neuen animierten Live-Nachrichten verwenden.

 


Weitere Funktionen des S-Pen sowie Tipps und Tricks zum Galaxy Note 8 gibt es schon bald hier im Blog. 


Wie gut ist der Akku?

Eine der elementaren Fragen meinerseits zum Note 8 war, wie sich der geschrumpfte Akku gegenüber dem Galaxy Note 7 auswirken würde. Deshalb habe ich den Selbsttest unternommen. So viel vorab: Der Akku ist im wahrsten Sinne des Wortes “cool” geblieben.

Wie lang dauert eine komplette Aufladung?

So kann ich berichten, dass die Aufladung von 0 auf 100 % mit dem originalen Quick-Charge-Ladekabel genau 74 Minuten gedauert hat. Das ist wirklich stark und für mich ein großer Pluspunkt. Vor allem erfreulich ist die Tatsache, dass der Akku bereits nach 15 Minuten (!) wieder bei 25 % war.

Samsung_Galaxy_Note_8_Test_Akku_Aufladung


Wie lang hält der Akku?

Auch hier war ich gespannt. Während es dahingehend beim Galaxy S8 Plus mit dessen 3.500 mAh gar nichts zu meckern gibt, war ich beim Note 8 mit 3.300 mAh skeptisch. Würde das Smartphone durchhalten? So wurde das Display auf volle Helligkeit gestellt und ein Spiel gestartet. Dabei wurde darauf geachtet, dass der Bildschirm nicht  ausgeht. Ergbenis: Trotz voller Helligkeit und ständiger Beanspruchung aufgrund der 3D-Anwendung in Dauerschleife, erreicht der Note 8 Akku eine ordentliche Leistung: Nach 2 Stunden “Dauerdaddelns” verringerte sich der Akkustand  lediglich um 30 %. Bis auf eine zeitweilige leichte Erwärmung des Gehäuses konnte ich keine gravierenden Temperaturveränderungen feststellen.

Samsung_Galaxy_Note_8_Test_Akkulaufzeit


Ein ähnliches Bild zeigte sich auch beim Tag im Freien beim ADAC GT Masters am Sachsenring. Trotz ständiger Überprüfung des Live Tickers, hunderten Fotos, zahlreichen Videos und einigen Telefonaten zeigte der Akku nach 9-stündiger Quälerei immer noch knapp 20 % an. Stark. So zeigt sich, dass das Smartphone im alltäglichen Gebrauch bei durchschnittlicher Nutzung locker für einen Tag ausreicht.

Sieg im Benchmark: Exynos 8895 bietet mehr, als genug Leistung

Auch im direkten Vergleich mittels AnTuTu-Benchmark (AnTuTu V6) überzeugt das Galaxy Note 8: Was sich im normalen Betrieb andeutete, wird hier mit Zahlen belegt. Nachdem alle drei Testgeräte gleich aufgesetzt wurden, startete ich den AnTuTu-Benchmark. Damit wird die Leistung der verschiedenen Gerätefeatures, wie Arbeitsspeicher, 3D-Darstellung und Rechenleistung verglichen.

Samsung_Galaxy_Note_8_AnTuTu_Vergleich_S8_S7


Frühere Berichte, das Note 8 sei sogar langsamer als das S8, kann ich nicht bestätigen. Insgesamt liegt das neue Samsung Phablet knapp vorm Galaxy S8 – trotz gleichem Exynos 8895 Prozessor. Überraschenderweise liegt das Galaxy Note 8 ausgerechnet im RAM-Test hinter dem Galaxy S8. Und das trotz 6 GB Arbeitsspeicher gegenüber 4 GB beim Galaxy S8. Obwohl alle drei Smartphones sämtliche alltäglichen Aufgaben problemlos bewältigen, zeigt sich doch bereits ein deutlicher Unterschied zwischen dem Galaxy S7 und den beiden 2017er Modellen.

Fazit: Das Samsung Galaxy Note 8 ist GROẞ-artig

Eine Woche durfte ich das Samsung Galaxy Note 8 nun im Alltag testen und ich bin begeistert. Das 6,3-Zoll-Infinity-Display ist gestochen scharf und taghell. Die 12-Megapixel-Dual-Kamera überzeugt sowohl drinnen, als auch draußen. Der Exynos-Octa-Core-Prozessor reicht für jede mir bekannte Anwendung. Er gerät nicht einmal ins Schwitzen und der Akku fliegt einem auch nicht um die Ohren. Bravo Samsung. Mit dem Galaxy Note 8 haben die Südkoreaner eine echte Alternative zum erfolgreichen (und ebenfalls grandiosen) Samsung Galaxy S8 geschaffen. Perfekt für alle, welche Wert auf ein besonders großes Display, den S-Pen und die Fähigkeiten der Dual-Kamera legen.

Konntest auch du das Galaxy Note 8 bereits testen? Wie ist dein Ersteindruck? Sag es mir in den Kommentaren.

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