Galaxy F: So spektakulär soll Samsungs erstes faltbares Smartphone aussehen

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Sieht so die Zukunft der Smartphones aus?
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Der Traum vom faltbaren Smartphone geistert schon seit einigen Jahren in unseren Köpfen. Allen voran D.J. Koh – CEO von Samsungs Handy-Sparte – will den Plan schnellstmöglich in die Tat umsetzen und so das Wettrennen um das erste faltbare Smartphone der Welt gegen die Konkurrenz rund um Huawei, LG und Apple gewinnen. Das Samsung Galaxy F (oder Galaxy X) soll bereits Anfang 2019 in die Läden kommen. Ich zeige dir, wie das Smartphone der Zukunft aussehen könnte.

Samsung Galaxy F: Sieht so die Zukunft aus?

Samsung will Vorreiter in der Technologie rund um faltbare OLED Displays und letztendlich im Bereich faltbarer Smartphones sein. Bereits 2013 überraschte uns Samsung mit einem Werbe-Spot zu einem faltbaren Samsung Smartphone. Fünf Jahre und zahlreiche Patente später war es nicht Samsung, sondern der Display-Hersteller BOE, der uns vor kurzem mit dem ersten faltbaren Smartphone begeistern konnte.

Samsung Galaxy X Patent

Samsung Galaxy X (oder F) Patent. Der Falt-Mechanismus soll im Gegensatz zu früheren Entwürfen im Hochkant-Format realisiert werden. Quelle: galaxyclub.nl


Fünf Jahre nach dem Release des ersten Videos nehmen die Entwürfe für Samsungs faltbares Smartphone konkrete Züge an. So hat man sich anscheinend von dem seitlich klappbaren Modell-Entwurf getrennt. Das Samsung Galaxy F, wie das Klapp-Phone anscheinend heißen soll, soll vermutlich eine längliche Form beibehalten und in der Mitte über ein Gelenk klappbar sein.

Samsung Galaxy X Entwurf

Quelle: letsgodigital.org


Display des Galaxy F: Gigantische 7,3 Zoll im 21:9 Format

Im aufgeklappten Zustand soll das bisher eher als Samsung Galaxy X im Gespräch gewesene Falthandy auf gigantische 7,3 Zoll Displaydiagonale im Seitenverhältnis 21:9 anwachsen. Damit wäre Samsungs Klapphandy neben den aktuell größten Smartphone-Riesen (z.B. Galaxy Note 9 mit 6,4 Zoll) sogar den größten kommenden Modellen (z.B. Honor Note 10 mit 6,9“) deutlich überlegen. Darüber hinaus würde der Trend zum Breitbild (aktuell bis zu 19:9 z.B. im Huawei P20 Pro) neue Dimensionen annehmen: Bei einem Verhältnis von 21:9 spricht man vom Super-Breitbildformat.

Samsung Galaxy F Super-Breitbildformat

Bald Filme im Super-Breitbildformat auf dem Smartphone schauen? Das Galaxy F soll es möglich machen. Quelle: nieuwemobiel.nl


Stirbt das Tablet aus?

Auch im Hochkant-Format würde das Galaxy F neue Einsatzzwecke ermöglichen. So wirst du bei der Nutzung von Browsern oder Facebook deutlich seltener scrollen müssen. Auch der Mehrfenstermodus von Android würde bei einem derart großen Display wohl sinnvoller als bisher eingesetzt werden können. So sollten auf dem über 7 Zoll großem OLED locker zwei Apps untereinander Platz finden.

Samsung Galaxy F Hochkant-Format

Bereit für Multitasking: Im Hochkantmodus des Galaxy F könnten locker zwei Apps nebeneinander laufen. Quelle: nieuwemobiel.nl


Der Trend zum aufklappbaren Smartphone könnte dabei gleichzeitig das Ende des Tablets (zumindest so, wie wir es kennen) einläuten. Bereits heute macht es kaum noch Sinn, auf Tablets mit 7 Zoll oder 8 Zoll Displaydiagonale zurückzugreifen. Das entspannte Surfen auf dem Sofa geht schon heute mit der aktuellen Smartphone-Generation. Auch für das Serienschauen lohnt es sich kaum noch, das Tablet auszupacken.

Galaxy F: Smartphone im Brieftaschenformat

Glaubt man den Patent-Entwürfen, setzt Samsung auf ein Design mit flexiblen Scharnier in der Mitte. Im Zugeklappten Zustand erinnert das Galaxy F Modell einer zugeklappten Brieftasche. Unter Umständen bleibt jedoch auch im zugeklappten Zustand ein schmaler Display-Streifen sichtbar. Dort könnt das Smartphone z.B. über eingegangene Nachrichten informieren.

Samsung Galaxy F zugeklappt

So könnte das Galaxy F zugeklappt aussehen. Quelle: nieuwemobiel.nl


Das Design erinnert dabei unweigerlich an das Faltscharnier in Microsofts Surface Book. Allerdings muss sich Samsung der zusätzlichen Herausforderung eines faltbaren Displays stellen. Besonders problematisch erscheint die langfristige Haltbarkeit. Wie soll Samsung garantieren, dass der OLED am Scharnier nicht über kurz oder lang rissig wird?

Microsoft Surface Book

Unfreiwilliges Vorbild? Das Faltscharnier am Galaxy F erinnert unweigerlich an das Microsoft Surface Book. Quelle: expertreviews.co.uk


Flexible OLEDs schon seit mehreren Jahren möglich

Dass die Technik für flexible OLEDs schon bereitsteht, wissen wir. So stellte z.B. Samsung selbst die notwendige Technik schon 2013 auf der CES (Consumer Electronics Show) vor. Erst vor kurzem brachte sich Samsung erneut ins Gespräch. In einem Video zeigten die Südkoreaner den „unzerstörbaren Display“.

Unzerstörbere Displays von Samsung

Bereits seit einigen Jahren können biegbare OLEDs produziert werden. Allerdings bleibt nach wie vor ungeklärt, ob die Technik auch langfristig standhält. Quelle: samsung.com


Problematisch ist also weniger die technischen Voraussetzungen als vielmehr der Alltagseinsatz. Denn ohne Glas als „Schutzschicht“ muss man gezwungenermaßen auf eine Plastikoberfläche zurückgreifen. Diese ist allerdings (zumindest bisher) sehr anfällig für Kratzer und Risse.

Samsung Galaxy F schon Anfang 2019 im Handel?

Trotz der Probleme drängt D.J. Koh auf einen schnellstmöglichen Release des ersten Samsung Klapp-Phones. Fraglich bleibt (neben dem Namen: Galaxy F für „foldable“ oder Galaxy X), ob Samsung damit als erster großer Hersteller ein serienreifes Falt-Smartphone auf den Markt bringen kann. Denn Gerüchten zufolge will Huawei noch dieses Jahr ebenfalls ein faltbares Gerät vorstellen. So schnell scheint Samsung zwar nicht abliefern zu können, der bekannte Leaker iceUniverse rechnet mit der Vorstellung des Galaxy X (bzw. F) jedoch schon zur CES 2019 (8.-12. Januar 2019).

Was sagst du zu Samsungs faltbarem Smartphone? Endlich eine Innovation am Smartphone-Horizont oder eher unnötig? Schreib es mir doch in die Kommentare!

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