Drahtlose Akkuladung durch Radiowellen

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AkkuladungDein Smartphone-Akku wird schwächer und schwächer, aber du musst diese eine Nachricht unbedingt noch abschicken? Das Ladekabel versteckt sich wieder gekonnt vor der Arbeit? Who cares? Einfach das Gerät in den Himmel recken und schon wird der Akku geladen!

So oder so ähnlich könnte bald die Zukunft aussehen. Stromfluss durch Luft ist hier die magische Formel zum Glück. Das Prinzip ist jedoch keine neue Entdeckung.

Kleingärtner des vergangenen Jahrhunderts griffen einst übertragene Energie eines nahen Mittelwellensenders mit Hilfe ihrer Gartenzäune, welche als Antennen dienten, ab und schlossen Glühbirnen über Kupferdrähte an. Die gewonnene Energie reichte aus, um für Licht in den Parzellen zu sorgen.

Mann steht auf Autodach ohne Netzabdeckung
Mit einer speziell entwickelten Handyhülle sollen zukünftig auf ähnliche Weise elektromagnetische Wellen aus der Luft einfangen werden und den Akku unterstützen. Radio- und TV-Stationen sowie der hauseigene WLAN-Router, könnten also demnächst für Smartphone-Nutzer noch interessanter werden. Auch den begeisterten Selbstversorger dürfte diese Hülle erfreuen. Handywellen, die durch das Benutzen von Smartphones in die Atmosphäre gelangen, können rückgewinnend zum Laden des Selbigen genutzt werden.

Die schlechte Nachricht: Für eine komplette Aufladung reicht diese gewonnene Energie nicht aus, sodass die Suche nach dem Ladekabel trotz des Smartphone-Case weiter geht.ikea-qi-2

Eine andere Art der drahtlosen Akkuladung ist über kurze Distanzen schon heute möglich. Über Induktionsstellen, welche magnetische Felder aufbauen, können Geräte ohne Kabel komplett aufgeladen werden. Diese sind mitunter in Möbel oder Armaturenbretter einiger Autos eingelassen.

Die Entwicklungen zur Energieübertragung über größere Distanzen stecken hingegen noch in den Kinderschuhen. Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) berichteten Forscher in den letzten Jahren häufig über Anstrengungen, verschiedenste Übertragungsmittel wie Licht, Wärme, Druck oder auch Ultraschall zukünftig als kabellose Energiequellen nutzbar zu machen.

Das Potenzial ist also da und wie die Zukunft auch aussehen mag, wir alle erwarten sie sehnsüchtig hinter unseren bauschig verfitzten Kabelbergen.

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Kannst du dir vorstellen, dass sich dein Smartphone draußen von selber auflädt? Ist diese Technologie neu für dich oder hast du von den früheren Versuchen bereits gehört? Schreib mir deine Meinung im Blog!

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1 Kommentar

  1. Günter Werkmeister am

    Das mit den Kleingärtnern war tatsächlich so. Es war ein Mittelwellensender im Bereich von 1000 kHz + – . Im Smartfone ist ein Lithium-Ionen Akku drin. 2 Zellen a 3,6 V in Reihe geschaltet. Von der ausgesendeten HF etwas abzweigen macht keinen Sinn. Ich habe mal Versuche gemacht mit einer Fangspule in der Nähe eines 20 kV Erdkabels. Es kamen im Leerlauf ca. 2 V heraus – zu wenig. Es gibt im Handel ein kleines Solarpaneel zum aufladen. Oder, was ich gebaut habe, vom Dynamo die 6 V ~ mittels einer Verdopplerschaltung (Villard Schaltung) in eine Gleichspannung gewandelt, die im leerlauf wesentlich höher als 12 V ist. Am Ausgang ist eine handelsübliche 12 V Autosteckdose. Bei Saturn gibt es den passenden Stecker mit USB Ausgang – da kann man das Ladekabel reinstecken. Schon bein ersten treten macht das Handy kling -klong und wird geladen.

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