Dein Smartphone im Displayformat 18:9

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Was sollen diese vielen neuen Seitenverhältnisse bei Smartphones?
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Das Display ist der auffälligste und – neben der Leistung – wichtigste Teil bei deinem Smartphone. Denn wir benutzen es zum Sehen, Bedienen und Erleben. Heutige Displays sind groß und meist ziemlich hoch aufgelöst. Aber entscheidend für die richtige Bedienung ist auch das Seitenverhältnis. Denn das gibt an, wie hoch/breit dein Display ist. Und damit kann sich ein Displayformat in bspw. 18:9 gewaltig auf die Bedienung und das Handling auswirken. Ich zeige dir heute, was es damit auf sich hat.

Ein Display und viele, viele Maße

Was haben die Leute gelacht, als Apple 2012 sein iPhone 5 mit Display im 16:9 Format vorgestellt hat. Bis dahin gab es das nämlich nur im 4:3 Format. Und viele haben gescherzt: Wie viel länger wird es denn jetzt noch? Aber bis jetzt ist es dann beim iPhone 7 in 16:9 geblieben. Inzwischen hat aber selbst das Samsung Galaxy S8 ein 18.5:9 Display (18,5 zu 9) und das soll sogar zukunftssicher sein. Aber das kommende Sony Xperia X Ultra toppt das ganze, denn es soll ein Display im Format 21:9 haben. Das Blackberry Passport aus dem Jahr 2014 hat sogar ein quadratisches Display im Format 1:1. Ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber so erspart man sich immerhin das Drehen des Bildschirms.

Übersicht über Displayformate der Top-Smartphones

Übersicht verschiedener Displayformate der aktuellem Top-Smartphones

Gerade etwas verwirrt von den vielen Zahlen? Du merkst schon – ich werfe ja hier mit lustigen Zahlenverhältnissen um mich. Denn inzwischen haben die Smartphones von heute ganz schön viele merkwürdige Displayformate und Seitenverhältnisse. Aber keine Sorge, ich klär dich auf…


Ein paar technische Infos vorab

Mal kurz ein Abstecher in die Technik: Alle Smartphone-Displays haben ein paar technische Daten parat, die ihre Qualität und Eigenschaften anzeigen können:

Das Seitenverhältnis: Das Displayformat wird in einem bestimmten Seitenverhältnis (Breite zur Höhe) angegeben (z.B. 18:9). Das Format gibt dabei keine Auskunft über die Qualität, sondern wirkt sich eher auf die Nutzung deines Geräts aus.

Display-Diagonale: Gibt an, wie lang/breit ein Display ist. Und zwar von der einen Ecke zur gegenüberliegenden (z.B. von links oben nach rechts unten). Die Maßeinheit dafür lautet Zoll. Je größer der Wert, desto größer das Display (z.B. 5,5″).

Auflösung: Zeigt, aus wie vielen Bildpunkten (Pixel) der Bildschirm in Breite mal Höhe besteht (z.B. 1920 mal 1080 Pixeln). Das wiederum heißt, je größer die Zahlen, desto mehr Bildpunkte und desto schärfer ist dein Display.

Helligkeit: Ein Display muss besonders bei Tageslicht gut lesbar und deshalb möglichst hell sein. Daher wird die Helligkeit in Candella pro m² an (z.B. 300 cd/m²) angegeben. Auch hier gilt: Je höher die Zahl, desto heller und besser lesbar ist es.


Woher kommen die ganzen Displayformate?

Du kannst dir sicher vorstellen, dass die Hersteller diese Formate nicht aus Spaß erfinden. Es hat immer einen Grund und hängt von deiner persönlichen Nutzung ab. Ein Seitenverhältnis von 4:3 ist ein fast quadratisches, universelles Bildformat. Sicher hast du schon von 4:3 und 16:9 gehört, doch die restlichen Formate sind eher neu? Nicht unbedingt. Formate, wie 21:9 gibt es in anderen Bereichen, z.B. bei großen Computerdisplays und Fernsehern schon länger. Du dürftest es auch schon selbst erlebt haben: Viele Kinofilme haben genau dieses Format und bescheren uns auf unserem Breitbild-TV diese netten schwarzen Balken oben und unten.

Die breiten Formate haben ganz praktische Gründe:

Unsere Augen können besser mit breiten Bildern umgehen und so Inhalte leichter erfassen. Denn unser eigenes Blickfeld ist breiter als hoch. Ein Breitbildformat strengt die Augen damit weniger an. Es ist dir vielleicht schon mal bei Youtube aufgefallen, dass Videos im Hochformat anstrengender zu schauen sind, als die im Querformat.

Gleichzeitig ist ein Gerät im Hochformat aber einfacher zu greifen, passt besser in die Hosentasche und ist leichter einhändig zu bedienen – wenn du es in deiner Hand hältst und chattest, Mails schreibst oder deine News durch scrollst. Brauchst du dann ein Breitbild, drehst du einfach dein Gerät auf die Seite.

Videos im hoch oder quer im Displayformat

Videos im Hoch- und im Querformat ansehen


Also wozu all diese Formate?

Ein wenig nervig und unübersichtlich ist es schon. Aber wie gesagt: Es hat verschiedene Gründe und Nutzen. Und da wären auch schon ein paar Anwendungsgebiete:

Filme, Fotos und Spiele
Mal eben ein Youtube-Video oder den neuesten Blockbuster-Film auf dem Handy gucken? Dazu sind die Breitbildformate (z.B. 16:9) richtig gut. Denn die meisten Videos sind auch in 16:9 aufgenommen worden. Bitte nimm auch du Videos immer im Querformat auf – niemals im Hochformat! Deine Zuschauer werden es dir danken. Fotos in besonderen Formaten und Panoramen sehen auf einem solchen Display auch viel besser aus. Und Spiele sind meistens für das breite Hoch- oder Querformat optimiert und bieten so ein besseres Spielerlebnis. Viele Filme und Serien werden sogar im 18:9 Format angeboten (Stichwort: Zukunftssicheres Displayformat).

Multitasking
Gerade die Androiden bieten inzwischen die Multitasking-Fähigkeit, d.h. du kannst zwei oder mehr Apps gleichzeitig auf dem Display anzeigen lassen. Bei einem Breitbild lassen sich zwei Programme gut nebeneinander, beim Hochformat gut übereinander anzeigen und bedienen. So kannst du bequem eine Notiz schreiben, während du nebenher ein Video schaust – oder was immer du gern gleichzeitig tust. Die meisten Apps können auch von Haus aus mit den unterschiedlichen Seitenverhältnissen umgehen, damit du diese voll genießen kannst.

Auffallen um jeden Preis
Ist ja klar. Jeder Hersteller will natürlich mit seinem Gerät auffallen und ein einzigartiges Erlebnis bieten. Daher wählen diese auch mal ein auffälligeres Displayformat, damit jeder sieht und sagt: Wow! So beginnt ein Wettrüsten unter den Herstellern um das auffälligste Display. Ob dir selbst das nun gefällt oder nicht. Auf jeden Fall lassen sich einzelne Geräte so ein bisschen leichter voneinander unterscheiden.

App Multitasking hoch oder quer im Displayformat

App Multitasking im Hoch- und im Querformat


Fazit zum Displayformat

Du siehst, die ganzen Formate haben ihren Grund. Je nachdem, ob du im Hoch- oder im Querformat arbeitest und zockst, kann das breite bzw. lange Display echt nützlich sein. Letztendlich entscheidest aber du selbst, ob dir z.B. ein iPhone 7 in 16:9 oder ein Galaxy S8 in 18.5:9 besser gefällt und welches Gerät für dich praktischer ist.

Und jetzt bist du an der Reihe. Sag mir in den Kommentaren, was du über die ganzen Seitenverhältnisse denkst und welches dein liebstes Displayformat ist.

 

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(Bildquelle für Sony Xperia X Ultra: concept-phones.com)

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6 Kommentare

  1. Dass das iPhone 5 das 16:9 Format als erstes Gerät auf dem Markt etabliert hat, ist schlichtweg falsch. Alleine das damals einige Monate vorher erschiene Samsung Galaxy S3 hatte eine WXGA (1280×760) 16:9 Auflösung ;-)

    • Hallo Peter,

      Danke für deinen Hinweis. Das ist wohl eine Frage der Formulierung :) Bezug genommen haben wir in dem Satz erst mal nur auf das iPhone, das bis zum iPhone 5 nur ein 4:3-Display hatte. Natürlich gab es da schon ein Samsung mit 16:9-Display (1280 x 720 px). Aber das iPhone 5 trug enorm dazu bei, das Breitbildformat für den Markt und damit andere Handys zu ebnen.

      Beste Grüße
      Tom

  2. Ich finde diese lang gezogenen Display Mega HÄSLICH. Was soll das? 16:9 ist perfekt. Der rest ist nur möchte gern grösser. 6 zoll bringen nichts wenn das Display nicht breiter wird. Mein G4 hat mit 5,5zoll und 16:9 die perfekte grösse. Ich funde es top und will wieder ein LG Smartphone. Aber sihe da, kein schönes breites Display mehr, so dern ein häsliches dünnes langes. Und wenn ich das S8+ sehe oder das neue Note könnte ich gleich kotzen.

  3. Albern das neue Format. Unpraktisch und absolut unnötig. Klar zwei Apps übereinander ganz nett aber Optik und Hosentauglichkeit no go.

  4. Ich komme z.B. mit den neuen Galaxy’s überhaupt nicht klar in Sachen Einhandbedienung. Ich habe große Hände aber das bringt nix wenn es einfach nur in die Höhe geht anstatt in die Breite. So weit nach oben bis zur Benachrichtigungleiste komm sogar ich nicht ohne Akrobatik, was bei breiteren 16:9 Geräten noch geht und. Außerdem sind mir die Geräte zu schmal und müssen enger gegriffen werden, was mir auch nicht gefällt aber evtl. Gewöhnung ist. Und 16:9 ist einfach noch DAS Format außer Kinofilm, und die haben auf dem Handy eh nichts verloren.

    • Hallo,

      danke dass du deine Meinung mit uns teilst. Tatsächlich ist 16:9 eigentlich nur ein Filmformat und echte Filmgenießer sehen sich einen Blockbuster oder ähnliches natürlich nicht auf dem Handy an. Aber immer mehr Videoinhalte werden für das häufige 18:9-Format veröffentlicht, da die Mehrheit gern auf dem Handybildschirm schaut. Falls du nach einem großen Display suchst, kann ich dir vielleicht ein bisschen mit der folgenden Auswahl helfen: z.B. das Samsung Galaxy A70, das Apple iPhone Xs Max, das Samsung Galaxy Note 9 oder das Xiaomi Mi Max 3.

      Beste Grüße
      Tom

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