Das Selfie Alphabet: Inspiration von A – Z

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LESEZEIT CA: 7 MINUTEN

Selfie hier, Selfie da – täglich werden Millionen von Selfies geknipst und natürlich auch ins Netz gestellt. Doch immer nur die Standard-Selbstportraits sind auf Dauer langweilig. Wer seine Freunde und Fans abwechslungsreich unterhalten möchte, kann sich beim großen Selfie-ABC neue Inspiration holen. Ob schön, hässlich, nackt oder verliebt mit dem Partner – beim Selfiewahn scheint es keine Grenzen zu geben.

Fragte man früher noch häufig andere – sogar fremde – Leute, ob sie mal ein Foto von einem machen können, so holt man heutzutage allerorts die beliebte Selfiestange raus oder fährt seinen eigenen Arm aus. Denn das liebste Fotomotiv ist mehr und mehr das eigene Ich geworden. Und auch wenn viele Leute auf der Straße genervt tun, wenn Selfie-Knipser in der Umgebung lauern, so hat es doch jeder schon mal getan. Für manch einen ist es ein richtiger Sport geworden, ein Wettbewerb um die meisten Likes und Kommentare auf der einen und ein Fulltimejob auf der anderen Seite. Man muss seinen Fans ja auch neue spannende Posen und Umgebungen bieten. Manche gehen sogar soweit für das perfekte Selfie ihr eigenes Leben zu riskieren. (Wir berichteten -> zum Beitrag: Lebensgefahr Selbstauslöser – wie Selfies Leben auslöschen)

Die schrägsten und beliebtesten Selfie-Trends von A-Z:

After-Sex-Selfie: Der Name ist wohl eindeutig oder? Ein halbnacktes Pärchen oder auch ein Single mit erfolgreichem One-Night-Stand kuschelt nach dem Sex zufrieden rum und möchte es der ganzen Welt zeigen. Kann man aber auch sein lassen.

Bear-Selfie: Dürfte hierzulande etwas schwierig werden, ist aber in Kanada, wo es echte Bären gibt, beliebt. Die spielen nämlich die Hauptrolle in diesem gefährlichen Selfie-Trend. Lebensmüde Leute blicken erschrocken in ihre Frontkamera. Natürlich so, dass der Bär im Hintergrund auch noch gut zu sehen ist.

Bett-SelfieBed-Selfie: Hier hast du etwas freien Spielraum, Hauptsache du liegst im Bett. Am besten sollte das mit einem kuschligen Kissen oder einem Zipfel der Decke untermalt werden. Beliebt dabei sind leicht verstrubbelte Haare und am besten ohne Make Up, um deine natürliche Schönheit zu untermalen. Denn wer sich als „gerade aufgewacht“ postet, aber schon perfekt geschminkte Wimpern und Lipgloss drauf hat, erntet schnell mal einen Shitstorm. Viele Fragen offen lassen auch Selfies von Leuten, die mit geschlossenen Augen im Bett liegen und ihr Bild mit dem Untertitel „Schlafe noch“ versehen. Ja ist klar, ich mache auch immer im Tiefschlaf Selfies und poste sie versehentlich bei Facebook.

Belfie: Die Verschmelzung aus Butt (englisch für Hintern) und Selfie, lässt bei manch schönen Po-Backen auch die Zuschauer dahinschmelzen. Besonders beliebt sind die bei Promi-Damen oder jungen Mädchen, die eigentlich nur zeigen wollten, dass sie grade frisch vom Frisör kommen. Apple iPhones haben schon sehr viele Hintern gesehen.

Bifie: Nein, das sind keine Würstchen-Bilder, sondern meist heiße Bikini-Pics. Bauch rein, Brust raus, entspannt lächeln und Haare nach hinten werfen – ganz easy.

Car-Selfie meets surprised Face

Car-Selfie meets surprised Face

Car-Selfie: Ob Mann oder Frau mit heißem Sportwagen im Hintergrund posiert oder einfach grade in irgendeinem Auto drinsitzt, z. B. brav angeschnallt auf dem Weg zur Arbeit – ein Auto muss mit aufs Bild.

Drelfie: Erinnerst du dich an Hangover? Da gab es wohl jede Menge dieser drunken (betrunkenen) Selfies. Nach einer wilden Party-Nacht hast du sie vielleicht auch schon auf deinem Smartphone wiedergefunden und einfach nur gedacht: „Oh mein Gott, wann war das denn und wer ist das da neben mir?“ Drelfies sind auch gerne mal verwackelt, überbelichtet oder  schlicht zu dunkel. Lieber schnell löschen, bevor es jemand sieht ;).

Dronie: Smartphone-Selfies kann jeder. Wer zu viel Geld hat, besitzt natürlich eine eigene Drohne mit kleiner Kamera dran und lässt sich aus der Luft ablichten.

Facemask: Bist du eine Beautyqueen? Dann zeig dich doch mal mit gepflegter Gesichtsmaske im Gesicht :D

FoodieFoodie: Im echten Leben sein Essen mit anderen zu teilen, kommt eher selten vor. Nicht so aber bei Facebook – dort werden Essens-Bilder nämlich liebend gern geteilt. Ob man sich nun das Täubchen im Edelrestaurant gönnt, gesundes Super-Food reinspachtelt oder einfach mal wieder Bock auf nen leckeren Döner hatte – alle sollen es sehen.

Footsies: Hier liegt der Fokus auf deinen Füßen. Bitte nur machen, wenn du schöne – nicht haarige, verschrumpelte – Füße hast. Besonders wichtig ist bei dieser Selfie-Art aber der Untergrund, auf dem die Füße stehen. Besonders beliebt: feine Sandstrände und der Weg ins weite blaue Meer.

Helfie: Wenn du hierbei wirklich deine Haare in den Vordergrund rückst und nicht wie beim Belfie eigentlich deinen Hintern zeigen willst, dann darfst du es so nennen. Präsentiere deine schöne Hochsteckfrisur oder die frischgeschnittenen oder gefärbten Haare in voller Pracht. #ichhabdiehaareschön

würstchen_oder_beine_tumblr

Quelle: Tumblr

Leg-Selfie: Schöne Beine oder Würstchen? Mit solchen Bildern kann man die Leute gut verwirren. Siehst du den Unterschied?

Photobomb-Selfie: Diese Bilder sind eher ungewollt lustig. Du machst grad ein hübsches Selfie mit einem Freund und plötzlich läuft jemand durchs Bild, schneidet eine blöde Grimasse im Hintergrund oder ein Vogel fliegt durchs Bild. Man ahnt nie, wer oder was alles dazwischenkommen kann und dein hübsches Bild kaputt macht. Manchmal ist man selber blind und so fällt es einem erst hinterher beim Lesen der Kommentare auf,  was es Lustiges im Hintergrund zu sehen gibt. Das gleiche Phänomen wurde auch bei wieder eintretender Nüchternheit beobachtet.

PelfiePelfie: Bei Pet-Selfies hältst du dein Haustier mit dir vor die Kamera-Linse. Meist werden flauschige Hunde oder Katzen genommen, um möglichst viele Likes zu erhaschen. Die Empfehlung liegt aber ganz klar dabei, den Mut aufzubringen, auch mal ein anderes Tier, wie bspw. deinen alten Schildkröten-Kumpel vor die Kamera zu schieben.

Polfie: Dieser schräge Trend stammt aus Sri Lanka. Zu schnell gefahren? Nicht angeschnallt gewesen? Verkehrsrowdys nutzen die Zeit, während der Polizist den Strafzettel ausfüllt, für ein fröhliches Selfie mit Polizist im Hintergrund. Stay Gangster!

Pregnie: Sicher gibt es viele schöne Schwangere, doch die Intimität eines Babybauchs muss man nicht unbedingt jedem ungefragt vor die Nase halten. Werdende Promi-Mütter liefern sich regelrecht Wettkämpfe: Wer hat den schönsten, größten oder kleinsten Babybauch?

Quatsch-Selfie: Erlaubt ist was Spaß macht. Hauptsache du siehst bekloppt aus. Wahlweise darfst du dir auch trashige Kleidung anziehen oder irgendwas ins Gesicht schmieren.

Relfie: Leitet sich vom englischen Wort für Beziehung ab (relationship). Zeig dich dabei total verliebt mit deinem Herzblatt. Bitte recht schmalzig, damit alle neidisch werden.

Selfie@work: Damit kannst du anderen demonstrieren, wie fleißig du gerade am arbeiten bist. Quasi so hart, dass dir genügend Zeit für sinnlose Selfies am Arbeitsplatz bleibt :D
Mit der Maus klicken, dabei angestrengt gucken oder in der einen Hand den Telefonhörer. Wenn man dabei fröhlich lächelnd in die Linse blickt und noch die Kaffeetasse wirksam im Bild platziert, kann man den unglaublichen Härtegrad seiner Arbeit zusätzlich unterstreichen.

Shelfie: Wenn du besonders schlau wirken willst, stell dich vor ein Bücherregal. Vorher mal schauen, was da so für Bücher drinstehen, sonst kann es eventuell peinlich wirken. Also noch peinlicher, als das kluge Gepose davor.

Shower-Shelfie: Natürlich, das erste woran man nach dem Duschen denkt ist ein SELFIE! Am besten nur mit Handtuch bekleidet oder auch gleich nackt in der Dusche. Dafür besonders gut geeignet sind Sony Xperia Smartphones, die sind ja eh wasserfest.

kotzender Regenbogenfilter von Snapchat lässt grüßen

Suglie: kotzender Regenbogenfilter von Snapchat lässt grüßen

Suglie: Mut zur Hässlichkeit! Gelegentlich passiert es schon, wenn sich versehentlich die Frontkamera öffnet, manchmal musst du dir extra Mühe geben, um so hässlich wie möglich auszusehen. Hilfsmittel sind erlaubt.

Suprised Face: Einmal überrascht gucken bitte. Ja, es sieht immer total übertrieben und unnatürlich auch, warum solltest du auch ernsthaft überrascht sein, wenn DU selbst ein Foto von dir machst?!

Tannie: Aus dem Englischen für sonnen/bräunen (tan). Im Solarium mal wieder übertrieben oder draußen die schöne Sonne genossen und dabei leicht verbruzzelt? Dann schnell ein Tannie knipsen und teilen!

Wie viele Leute passen auf unser "Ussie"?

Wie viele Leute passen auf unser “Ussie”?

Ussie: Hat nichts mit Assi zu tun, auch wenn es so ausgesprochen wird. Häufig wird auch das Wort Groufie stattdessen verwendet. Dabei handelt es sich ganz einfach um ein Gruppen-Selfie. Huawei hat den Trend erkannt und bietet von Werk her in seinen aktuellen Smartphones einen speziellen Frontkamera-Panorama-Modus extra für Groufies an.

Welfie: Wortschöpfung aus „workout“ (zu deutsch: Training) und Selfie. Posiere dabei am besten leicht verschwitzt mit schweren Hanteln vorm Spiegel direkt im Fitnessstudio oder nimm einen Schluck aus deiner Trinkflasche, während du auf einem Trainingsgerät sitzt. Nicht vergessen das Bild auf Instagram oder Facebook zu teilen, damit alle sehen, wie hart du für deinen tollen Körper schuftest und ein schlechtes Gewissen bekommen, während sie grade in ihren Schokoriegel beißen.

Yogie: Selfies gibt es in jeder Lebenslage so auch bei verrückten Verrenkungen während der Yoga-Stunde. Na dann viel Spaß beim Smartphone halten während dem schlafenden Diamantsitz!

Fazit im Selfie-Vergleich:

Auch ich selbst mache gern mit meinem Samsung Galaxy S6 in den unterschiedlichsten Situationen Selfies und habe für den Beitrag für euch in meiner Galerie gewühlt. Allerdings kann man es auch übertreiben. Man muss seine Mitmenschen nicht in jeder Lebenslage mit seinen Selfies penetrieren – ein After-Sex-Selfie oder Shower-Selfie kommt daher nicht in Frage! Denkt dran, so viel Spaß wie ihr in dem Moment habt, in welchem ihr das Bild aufnehmt und hochladet, habt ihr den Morgen danach vielleicht nicht mehr unbedingt. Was einmal den Weg ins Internet gefunden hat, bleibt im Internet! Denn das Internet vergisst nie und auch wenn euer Bild nur für eine Minute drin ist, hat es vielleicht schon jemand gespeichert oder einen Screenshot davon aufgenommen, ohne dass ihr es bemerkt hättet.

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