Verblüffend einfach: Bessere Fotos machen dank Spectra

1
Qualcomm verspricht dank eines neuen Chips sensationelle Smartphone-Fotos
LESEZEIT CA: 3 MINUTEN

Massentaugliche “Smartphones” gibt es mit dem iPhone erst seit 2007 – gefolgt von vielen weiteren ausgezeichneten Geräten anderer Hersteller. Nach 10 Jahren haben sich Leistung und Funktionsumfang in den kleinen Alleskönnern immer weiter verbessert. Eines der wichtigsten Features ist natürlich die Kamera. Auch die wird stetig weiterentwickelt: Fotos werden immer hochauflösender und lebendiger. Der Halbleiter-Hersteller Qualcomm hat nun den neuen Chip “Spectra” entwickelt. Mit dessen Hilfe sollen Aufnahmen noch viel hochwertiger werden.

Smartphone-Kameras an der Grenze zur Professionalität

Wirklich gute Kameras stecken fast ausschließlich in Premium-Smartphones, wie dem Galaxy S8 (Plus) und dem iPhone 8 (Plus). Inzwischen messen die neuen kleinen digitalen Augen sogar dreidimensional. Das iPhone X scannt mit der Frontkamera beispielsweise dein Gesicht komplett in 3D. Dank des “Live-Fokus” im Galaxy S8  (Plus) und Note 8 bzw. dessen Gegenstück “Porträtlicht” im iPhone 8 Plus und X, wird eine Tiefenunschärfe simuliert, wie man sie nur von professionellen Spiegelreflexkameras kennt. Und doch sind die machbaren Fotos technisch gesehen immer noch weit entfernt von professionell…

Neue Strategie: Elektronik statt Optik

Und das hat einen Grund: Smartphone-Kameras stehen, immer dünner werdenden Maßen sei Dank, an der Grenze des Machbaren. Denn die Kameraoptik (Objektiv, Linsen und Sensor) braucht einen gewissen Platz, um richtig funktionieren zu können. Gut sichtbar an den herausstehenden Kameras der iPhones 6, 7 und 8. Doch die schlanken Gehäuse der kleinen Zaubergeräte lassen Keinen mehr übrig. Die Qualität der Optik lässt sich daher kaum noch steigern. Eine andere Idee muss her: Da kommt nun der Hersteller Qualcomm ins Spiel. Sein Ansatz: Jetzt muss Elektronik gepaart mit richtiger Software viel mehr eingreifen.

ISP Chip Funktion

So funktioniert der ISP einer Smartphone-Kamera


Spectra – Der neue Chip

Daher hat Qualcomm den Spectra-Chip entwickelt. Dieser sogenannte ISP (Image Signal Processor) ist mit der Kamera und ihrem Sensor verbunden. Dabei steuert Spectra sämtliche Aktionen der Kamera: Dazu gehören Fokus, Aufnahme, Blitz und die Bildverarbeitung. ISP-Chips sind prinzipiell nichts Neues, doch Spectra ist eine hochspezialisierte, weiterentwickelte Generation ebendieser. Der Spectra-Chip sitzt nicht mehr an der Kamera, sondern direkt am Hauptprozessor des Smartphones – genauer gesagt beim kommenden Snapdragon-Prozessor. Der Prozessorchip soll wesentlich leistungsfähiger und gleichzeitig energieeffizienter sein, was sich natürlich positiv auf die Qualität der Kamera und die Laufzeit des Akkus auswirkt. (Psssst…..erstes Smartphone mit der neuen “Snapdragon 845 Mobile Platform” soll im übrigen das Samsung Galaxy S9 werden.)

Qualcomm Spectra im Snapdragon Prozessor

Der neue Spectra-Chip ist Bestandteil des neuen Snapdragon-Prozessors. (Quelle VR World)


Das bringt Spectra

In Kombination mit dem neuen Chip will Qualcomm den neuen Snapdragon-Prozessor und passende Kamera-Module ab 2018 anbieten. Der Spectra optimiert Aufnahmen elektronisch da, wo es die Optik nicht mehr kann. Besondere Anwendungsfälle sind hier natürlich Augmented Reality, Bildanalyse und Gesichtserkennung sowie Aufnahmen bei schwachem Licht. Insider-Quellen gehen deshalb auch davon aus, dass dieses System seinen Weg in das kommende Samsung Galaxy S9 finden wird, welches für Anfang 2018 geplant ist.

Qualcomm Spectra Chip Anwendung

Diese Hauptfunktionen bringt der Spectra Chip mit (Quelle: XDA Developers)


Fazit: Bessere Fotos und Videos in 2018

Natürlich ist Qualcomm uns den Beweis noch schuldig, dass Spectra sensationell bessere Fotos ermöglicht. Kommende Geräte werden definitiv wieder neue Kamera-Techniken und noch schönere Fotos mitbringen. Doch Spectra verspricht ein echtes Kamera-Erlebnis. Wir sind jedenfalls gespannt auf die kommenden Smartphone-Neuheiten und wie viel besser sie alle knipsen werden.

Jetzt bist du gefragt: Was hältst du von Qualcomms Versprechen des neuen Spectra-Chips? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Machen auch ohne Spectra schöne Fotos: Unsere Top-Smartphones von Samsung und Apple im Onlineshop…

Samsung Galaxy S8 Plus kaufenDas Samsung Galaxy S8+ setzt mit seinem Infinity-Display, dem wunderschönen Design und der ausgezeichneten Kamera neue Maßstäbe für Android-Phones.

Galaxy S8+ ansehen »

Apple iPhone 8 Plus mit Vertrag kaufen

Das iPhone 8 Plus ist Apples Vorzeigegerät in Sachen Qualität und dank iOS 11, der Dualkamera und viel Leistung mit dem A11 dein idealer Foto-Begleiter.

iPhone 8 Plus ansehen »

 

 


(Quelle für das Titelbild: Freepik.com)

Teilen:

1 Kommentar

  1. Sie haben schon Recht in der Einleitung: Ohne größere Chips, die lichtempfindlicher sind als kleine und auf denen das Beugungsscheibchen der Blende kleiner als die Pixel ist, kann man keine wesentliche Verbesserung erreichen. Für größere Chips braucht man größere Brennweiten, die man nur erreicht, wenn das Objektiv aus dem Gerät herausfährt. Durch die mechanischen Ungenauigkeiten, und weil man für ein optimales Objektiv eine gewisse Anzahl von Linsen braucht, wird ein Objektiv, das sich im Gehäuse eines Smartphones zusammenschieben lässt, nie so gut sein, wie eines für eine professionelle Kleinbild- oder Mittelformat-Kamera. Was man unter den gegebenen geometrischen Bedingungen durch Software verbessern kann, sind Rauschkorrekturen und High-Dynamic-Range-Funktionen (damit in dem Photo oben die Sonne nicht so überstrahlt ist). Da haben die professionellen bisher keinen Vorsprung, können von der Entwicklung aber natürlich genauso profitieren, wie die Smartphones. Da Smartphone-Photos ohnehin fast nur auf Bildschirmen betrachtet werden, braucht man aber auch nicht die Qualität, die man mit professionellen Kameras erreicht, weil Auflösungen, die die Bildschirmauflösung wesentlich übersteigen, dort keinen sichtbaren Qualitätsvorteil bringen.

Hinterlasse eine Antwort