Apple verlangsamt ältere iPhones nicht

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Neue Studie beweist, dass ältere iPhones nicht per iOS-Update verlangsamt werden
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Jedes Jahr das selbe Spiel: Im September kommt ein neues iPhone auf den Markt, ebenso ein neue Version des Betriebsystems iOS. Viele ältere iPhones erhalten dann auch das Softwareupdate für iOS. Dieses bringt neue Features und neue Möglichkeiten. Damit fühlt sich das (alte) Smartphone fast wie ein neues an. Und doch beschleicht einige Nutzer das Gefühl, dass mit jedem Update das Gerät langsamer wird. Hier vermuten viele unlängst einen teuflischen Plan seitens Apple. Doch eine Studie will nun mit den Gerüchten aufräumen.

Neues iOS, neues Glück?

iOS-Nutzer haben das Glück (oder den Fluch), dass das mobile Betriebssystem für ihre Geräte ausschließlich von Apple bereitgestellt wird. Daher kommen sie auch zeitgleich mit neueren Geräten zu einer neuen iOS-Version. Android-Nutzer müssen darauf meist länger oder sogar vergeblich warten. Hersteller, wie Samsung oder Huawei, bieten eigene angepasste Versionen von Android für ihre Smartphones. Deshalb hinken sie der Android-Entwicklung immer etwas hinterher. Doch gerade Apple-Kunden bemerken mit der Zeit und mit jedem iOS-Update offenbar eine Verlangsamung ihres geliebten iPhones. Das Laden von Apps dauert länger, das Starten benötigt mehr Zeit. Die Bedienung wird insgesamt stockend.

iPhone iOS Update

iOS-Updates sind schnell “over the Air” gemacht.


Apples Plan: iOS als iPhone-Bremse

Dieses gebremste Verhalten kann tatsächlich oft beobachtet werden – und das schon seit geraumer Zeit. iPhone-Nutzer genießen auch Jahre nach dem Kauf ihres iPhones noch viele iOS-Updates. Das iPhone 5 aus dem Jahre 2012 erhielt z.B. bis 2016 noch das Update auf iOS 10. Doch doch seitdem hat sich die Leistung und die Reaktion des Geräts schon etwas gedämpft. So mancher Nutzer sieht in der Versorgung mit den Updates eher einen fiesen Plan von Apple. Es sollen ältere Geräte mit den Updates heimlich und schleichend gebremst werden, damit Kunden so unzufrieden damit sind, dass sie sich das neueste und leistungsfähigste iPhone holen. Klingt auch irgendwie gar nicht so dumm.

Studie beseitigt (einige) Gerüchte

Die Tester des Futuremark Benchmarks haben sich der Sache aber nun angenommen und einige Apple-Geräte (iPhone 5s, 6, 6s und 7) in den unterschiedlichen iOS-Ausführungen getestet. Dabei wurde die wichtigste “Schraube” innerhalb der Leistung eines Smartphones untersucht: Die Leistung des Prozessors und der Grafikkarte. Hier ließe sich am effektivsten und leichtesten eine Bremse einbauen. Indem man per Software die Taktfrequenz der Prozessoren drosselt. Denn dann würden alle Aktionen und Tätigkeiten des Smartphones verlangsamt.

iPhone Leistung Benchmark 1

Benchmark der CPU des iPhone 5s (Quelle: Futuremark)

 


iPhone Leistung Benchmark 2

Benchmark der GPU des iPhone 5s (Quelle: Futuremark)


Keine Auffälligkeiten in der Messung

Über mehrere Monate hinweg wurden die besagten Geräte getestet. Doch es konnte keine Auffälligkeit (besonders bei den älteren Geräten) festgestellt werden. Minimalste Abweichungen gab es zwar, aber die würden sich im Alltag keinesfalls bemerkbar machen.

Studie leider nicht vollständig

Es sei aber gesagt, dass diese Studie keine vollständige Untersuchung aller Faktoren darstellt. Zwar lässt sich die Leistung mit der Prozessorgeschwindigkeit gut steuern. Doch untersucht wurde nur, wie viel CPU und GPU unter Vollast der Benchmark-App leisten. Aber daran allein liegt es nicht. Ähnliche Tests verglichen z.B. Alltagssituationen und missten die Boot-Zeit (Zeit, die das Gerät zum Hochfahren benötigt), App-Ladezeiten etc. und konnten da sehr wohl Auffälligkeiten bei älteren Geräten feststellen.

So sieht die Realität aus

Betrachten wir die Realität: Jedes iPhone hat eine bestimmte Leistung. Mit der Zeit kommen mit jedem größeren iOS-Update neue Features hinzu, die das (ältere) Gerät auch bewältigen können muss. Da ist es ganz normal, dass ein Gerät irgendwann an gewisse Grenzen stößt. Der A6-Prozessor eines iPhone 5 kann nun mal nicht alles so flüssig erledigen, wie der A10 eines iPhone 7 mit außerdem 3 mal so viel Arbeitsspeicher. Viele misstrauische Nutzer betrachten auch meist nur die Zeit direkt nach dem Upgrade auf ein neues iOS. Nach einer solchen großen Aktualisierung muss das iPhone erst mal richtig aufräumen und Daten sortieren. Das braucht in den ersten paar Stunden oder Tagen nach dem Upgrade eben etwas mehr Zeit und Leistung.

iPhone iOS Unterstützung

So viele iOS-Versionen unterstützen die jeweiligen iPhone-Generationen


Fazit: Mit einem iPhone hast du trotzdem lange Spaß

Es lässt sich nicht leugnen, dass der Umstand eines langsameren iPhones oft zum Kauf eines neueren führt, Apple in die Hände spielt. Aber dieser Kuchen dürfte allen Herstellern schmecken. Tatsache ist, dass ein iPhone eine hohe Verarbeitungsqualität aufweist, dementsprechend lange und über die Garantiezeit hinaus hält. Immerhin fühlt sich das geliebte iPhone dank eines iOS-Upgrades mit neuen Funktionen immer ein bisschen wie neu an. Hierbei geben auch die Kundenzufriedenheit und der Erfolg Apple recht.

Bist du mit deinem iPhone zufrieden? Oder hattest du auch schon Probleme mit einem älteren Gerät? Hinterlasse mir doch einen Kommentar dazu.

 

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