Achtung: Diese Apps zerstören dein Smartphone

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So kannst du dich vor Fake-Apps, Scare- und Adware schützen
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Weltweit gibt es rund 2,3 Milliarden Smartphone-Nutzer – Tendenz steigend. Da wäre es doch wirklich zu schön, wenn Niemand den Versuch wagen würde, sich unrechtmäßig an diesen zu bereichern. Ist es leider auch. Über Viren, Pop Ups und andere fiese Fake Apps werden Kundendaten gestohlen und Smartphones gehackt. Wir zeigen dir, worauf du achten musst und wie du verhindern kannst, ein Opfer dieser Machenschaften zu werden.

Was ist Scare- bzw. Adware?

Wer kennt es nicht, du surfst ganz entspannt mit dem Smartphone im Netz. Doch plötzlich spukt das Gerät eigenartige Töne aus oder fängt an, wie wild zu vibrieren. Zugleich öffnet sich ein Pop Up, welches dir häufig suggeriert, dass dein Smartphone bzw. eine App entweder defekt sei oder du etwas ganz tolles gewonnen hast. Hierbei läuft meist ein Timer, der dich zur Eile anspornt, da sonst eine Rettung deiner Daten oder deines Gewinns unmöglich wird. Hierbei sollst du entweder die Anzeige bestätigen oder / und deine Daten eingeben.  Wenn das geschieht, bist du Opfer von Ad- oder Scareware geworden. Dabei handelt es sich um unerwünschte Werbung.

Fake Apps Malware_Smartphone_WhatsApp

Quelle: Androidpit.de


Es kann Jeden überall treffen – ohne Vorwarnung

Diese Einblendungen treten auch auf vermeintlich sicheren bzw. seriösen Internetseiten auf. Diese Anzeigen suchen dort gezielt nach passenden Nutzern, um diese in Abofallen zu locken oder das Smartphone zu hacken. Werbeflächen auf diesen Seiten werden über große Netzwerke, wie Google Ad Sense oder Media.Net vergeben. Hierbei wissen auch die Betreiber nicht zwangsläufig, welche Werbung auf deren Seiten angezeigt wird und wo diese herkommt. So “verstecken” sich auch die erwähnten Cyber-Kriminellen mit ihren Anzeigen darunter. Selbstverständlich können die Seitenbetreiber die Adware-Einblendungen melden und sperren lassen, jedoch wird auch nur der eine Absender der Scareware geblockt. Verwendet dieser nun eine neue Domain bzw. einen anderen Account, geht der “Spaß” von vorn los.

Was kannst du gegen Adware tun?

Die wichtigste Regel lautet: NIEMALS anklicken. Niemals – never ever! Auch wenn sich die fiese Anzeige nur durch Beenden des kompletten Browsers schließen lässt – tu es. Offene Tabs kannst du normalerweise über den Verlauf wiederherstellen. Ansonsten hilft gegen manipulierte Werbung ein Virenscanner. Hier gibt es sowohl für iOS, als auch für Android eine gigantische Auswahl im App Store bzw. Play Store.

“Update WhatsApp Messenger” sorgt für verärgerte Nutzer

Fake Apps WhatsApp_Logo

Quelle: Pixabay.com

Neben den fiesen Einblendungen gibt es auch manipulierte Anwendungen. Erst kürzlich gab es mit “Update WhatsApp Messenger” eine Werbe-App, welche statt des Messengers Adware auf das Smartphone brachte. Diese wurde millionenfach heruntergeladen, da es auf den ersten Blick, ein gut gemachter Fake war. Wie kannst du dich also schützen?

So erkennst du manipulierte Fake Apps

Die Fake-Apps sehen auf den ersten Blick wie die Originale aus, verseuchen dein Smartphone jedoch mit Trojanern oder stehlen deine Daten. Selbige finden sich vermehrt im Google Play Store von Android. Einige Anzeichen gibt es allerdings:

Google erlaubt niemals den gleichen Namen für zwei Apps. So umgehen die Kriminellen dies häufig durch unsichtbare Sonderzeichen oder eine veränderte Schreibweise: WhatsApp ≠ Whats App.

Wirf auch immer einen Blick auf die Bewertungen und Kommentare: Sollte mit der App etwas nicht stimmen, erfährst du es häufig durch Mitteilungen anderer Nutzer. Wenn es keinerlei Kommentare oder Bewertungen gibt, sollten deine Alarmglocken laut zu schrillen beginnen. 

Außerdem hilft stets ein Blick auf die Downloadzahlen: Niedrige Downloadzahlen bei einer weltweit-bekannten App sollten dich skeptisch machen.

Es ist zudem wichtig, den Entwicklernamen vor dem Download zu überprüfen. Stimmt dieser mit dem “Original” überein? Die Antwort findest du definitiv bei Google bzw. auf der zur App gehörenden Website. Dort kannst du die App häufig auch downloaden bzw. wirst direkt zum “echten” Download weitergeleitet.

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Große Auswahl – große Gefahr? Quelle: Pixabay.com


Wie gelangen Fake Apps in den Play Store?

Beim Google Play Store prüft eine künstliche Intelligenz die unzähligen Apps auf Auffälligkeiten. Gibt es welche, wird der Computer Meldung bei einem Google-Mitarbeiter erstatten. Dieser wirft dann einen genaueren Blick auf die Entdeckung. Scheitert also im Vorhinein der Computer, wird der Mitarbeiter niemals wissen, was er sich genauer anzuschauen hat. So konnte auch die Fake App “Update WhatsApp Messenger” unbemerkt in den Play Store gelangen. Bei Apples App Store hingegen wird jede App händisch einzeln geprüft. So dauern Updates häufig länger und auch die Masse an Apps ist nicht derart groß, wie im Play Store. Dafür können sich Apple-Nutzer nahezu sicher sein, keine Fake Apps angezeigt zu bekommen.

Smartphone_Apps_Malware

Quelle: Pixabay.com


Fazit: Erst denken, dann klicken

Wie sagte einst schon Homer Simpson beim Beantworten von Pop-Ups: “Ein sprechender Elch will meine Kreditkartennummer, das finde ich fair.” Sei nicht wie Homer. Prüfe vor einem Download, ob wirklich alles ok mit der App ist. Lasse dich nicht von irgendwelchen dubiosen Gewinnspielen oder Virusmeldungen beunruhigen sondern schließe umgehend den Browser. “Echte” Virusmeldungen bekommst du ausschließlich durch einen installierten Virenscanner auf deinem Smartphone – oder gar nicht. Auch dein WhatsApp wird sich niemals selbst zerstören und sämtliche Chats löschen. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Hast du bereits Erfahrung  mit Fake Apps? Sag es mir in den Kommentaren.

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