12 Tipps, wie du Datenvolumen sparen kannst

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Diese einfachen Handgriffe bewahren dich vor der Geschwindigkeitsdrossel
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Jeden Monat graut es mir vor der SMS „Ihr Datenvolumen fast aufgebraucht.“ So oder so ähnlich klingen bestimmt auch die SMS, die du öfter erhältst. Dann wird nur noch mit äußerster Vorsicht gesurft und versucht, etwas Volumen für Notfälle übrig zu lassen. Denn danach macht mobiles Surfen echt keinen Spaß mehr. Websites brauchen ewig, eh sie geladen sind und Bilder, Videos und Anhänge lassen sich kaum noch ansehen. Damit du dich nicht fragen musst, warum am Ende des Datenvolumens noch so viel Monat übrig ist, habe ich 12 praktische Tipps für dich, wie du auf deinem Smartphone Datenvolumen sparen kannst!

Tipp 1: Check regelmäßig deinen Datenverbrauch

Überprüfe ganz einfach, wie viele Daten du tatsächlich verbrauchst. Auf aktuellen Apple– und Android-Smartphones geht es ohne zusätzliche App in den Einstellungen unter Datennutzung. Dort kannst du deinen konkreten Abrechnungszeitraum einstellen und behältst die Übersicht, wie viele Daten bereits verbraucht wurden und für welche Apps. Außerdem kannst du eine Mobildatenbegrenzung festlegen, bei der du zum einen gewarnt wirst, wenn die Grenze erreicht wurde und zum anderen auch gleich die mobilen Daten bei Erreichen der Grenze abgeschaltet werden können.

Datenvolumen sparen Einstellungen

Android und iOS bieten eine gute Übersicht, welche Daten wie viel MBs verbrauchen


 

Sollte dir nicht von Haus aus in deinem Gerät so eine Übersicht zur Verfügung stehen, kannst du immer noch auf Provider-Apps zurückgreifen. Diese können sogar noch etwas genauer deinen Datenverbrauch anzeigen. Jeder Provider bietet Echtzeitanalysen an. Hier ist ein kleiner Überblick: z. B. Mein Vodafone-App, Mein o2-App, Base DataCheck-App, Mein Mobilcom-debitel oder die Telekom-Kundencenter-App. Schaut einfach nach eurem Anbieter im Playstore, Windows Phone Store oder iOS App Store.

Tipp 2: Stell deine Hintergrunddienste ab

Die meisten Apps ziehen Daten, auch wenn du sie gerade gar nicht aktiv nutzt. Bei den meisten Smartphones kannst du in den Einstellungen unter “Datennutzung” von Anwendungen genau sehen, welche App wie viele Daten verbraucht und den Punkt “Hintergrunddaten einschränken” manuell auswählen. Bei Apple iPhones kannst du in den “Systemeinstellungen” unter “Allgemein” > “Hintergrundaktualisierung” alle unnötigen Apps oder die Funktion gänzlich deaktivieren.Obendrein lässt sich mit der Abschaltung dieser Funktion viel Akku einsparen. Damit surfst du schneller und länger.

Datenvolumen sparen Hintergrunddienste

In Android und iOS kannst du Hintergrunddienste prüfen und dann gezielt deaktivieren.


Einstellungen für Datendownload

Tipp 3: E-Mail-Daten reduzieren

Du bekommst jede Menge E-Mails? Auch da kannst du Datenvolumen sparen. In den Einstellungen deines E-Mail-Accounts beispielsweise bei Google Mail, kannst du Push-Benachrichtigungen ausschalten, die Aktualisierungshäufigkeit reduzieren, z. B. statt aller 15 Minuten nur stündlich und besonders wichtig z. B. Bilder nur im WLAN herunterladen und nicht sofort anzeigen. Wenn jedes Mal, wenn du eine Werbenachricht bekommst die komplette Mail heruntergeladen wird, schlägt das heftig zu Buche.

Tipp 4: Nutze das WLAN so oft, wie möglich

Es klingt simpel, hilft aber ungemein. Nutze das WLAN, so oft wie möglich. Viele Restaurants, Bahnhöfe, Einkaufszentren, etc. haben inzwischen eigene WLAN-Netze. Und wenn du bei Freunden oder Verwandten zu Hause bist, trau dich ruhig und frag einfach nach dem WLAN-Schlüssel. Leichter lässt sich dein Datenvolumen nicht schonen. Und obendrein schonst du wieder deinen Akku, denn WLAN-Verbindungen benötigen weitaus weniger Energie als mobile Datenverbindungen.

Alternativ kannst du auf Tarife ausweichen, bei denen eine WLAN-Hotspot-Nutzung inklusive ist. Viele Tarife von mobilcom bieten sogar eine weltweite Hotspot-Flat, damit du überall auf das WiFi-Netz des Anbieters zurückgreifen und dein Datenvolumen sparen kannst.

Tipp 5: Verwende andere Browser oder Browser-Einstellungen

andere Browser nutzen
Statt des vorinstallierten Browsers ist es oft schlau, alternative Apps nutzen. Es gibt z. B. die kostenlose App “Opera Mini”, bei der dein Browser automatisch anfallende Daten um bis zu 90% komprimiert und so wertvolles Volumen spart. Denn so manche Webseite lädt schon bei der ersten Nutzung mehrere MByte Daten auf dein Handy herunter. Wenn du dich währenddessen im mobilen Netz befindest, kommen so in wenigen Minuten schnell mal 30 bis 50 MByte an Daten zusammen. Auch im Chrome Browser kannst du Abhilfe schaffen. Schalte einfach in den Einstellungen unter Datennutzung die Option zur Komprimierung der Daten ein.

Als Kompromiss musst du zwar mit stark komprimierten Grafiken leben, dafür kannst du aber bis zu 50% der sonst übertragenen Daten sparen. Probiere es einfach mal aus!

Tipp 6: Installiere einen Ad Blocker

Werbung nervt und frisst viel Datenvolumen. Das kann im Monat schon mal mehrere Hundert MB ausmachen. Die Lösung: Installiere einen Ad Blocker, zum Beispiel AdBlock Plus für Android. Für iOS gibt es bspw. “Firefox Klar”. Das kleine Pendant zum großen Firefox von Mozilla kann als Ad Blocker/Inhaltsblocker für den Safari Browser genutzt werden. Zumal du damit deine Privatsphäre besser schützen kannst, denn Werbetracker und Cookies können damit ebenso blockiert werden.

Datenvolumen sparen AdBlocker

Mit den Ad Blockern von bspw. AdBlock Plus, Firefox Klar oder AdGuard sparst du kräftig Daten ein.


Tipp 7: Spare Bildqualität ein

YouTube und ähnliche Video-Streaming-Apps sind absolute Datenfresser. Videos verbrauchen schnell dutzende Megabyte Datenvolumen. Wenn du sparen willst, solltest du Videodienste Videos in geringerer Qualität nutzen. Die YouTube-App bietet auch die Option, Videos in HD-Qualität ausschließlich im WLAN abzurufen. Aber andere Apps, wie Netflix oder Prime Video bieten ebenso Einstellmöglichkeiten, um die Videoqualität zu reduzieren, damit du wertvolles Datenvolumen sparen kannst.

Datenvolumen sparen Youtube

Bei Youtube kannst du HD-Streams nur über das WLAN zulassen


Genau so verhält es sich mit Facebook, Twitter und Co.. In den jeweiligen Apps lässt sich die automatische Wiedergabe von Videos auf das WLAN-Netzt beschränken und die Download-Qualität von Bildern und Videos reduzieren.

Tipp 8: Ändere deine WhatsApp-Einstellungen

Standardmäßig ist beim beliebten WhatsApp-Messenger eingestellt, dass er alle Bilder, Videos und sonstige Dokumente automatisch herunterlädt, die du geschickt bekommst. Automatisch heißt: Egal, ob du dich im WLAN oder im mobilen Netz befindest. Wenn die engagierte Freundin dich also mit Bildern von der letzten Partynacht bombardiert, darunter 67 ähnliche Selfies 😄, geht dein Datenvolumen schneller zur Neige als dir lieb ist. Beuge dem vor, indem du ein paar simple Einstellungen änderst. Gehe in die Einstellungen unter “Chats und Anrufe” und entferne bei “Medien Auto-Download” alle Haken bei mobiler Datenverbindung und setze die Haken stattdessen bei WLAN-Verbindung. Dann werden Bilder, Audiodateien und Videos nur noch im WLAN heruntergeladen. Sprachnachrichten lädt es allerdings weiter automatisch herunter, damit der Gesprächsablauf flüssiger erfolgt. Falls du gern über WhatsApp telefonierst kannst du auch bei “Reduzierter Datenverbrauch” (während des Whatsapp-Anrufs) einen Haken setzen.

Datenvolumen sparen WhatsApp

In den Optionen für die Datennutzung von WhatsApp kannst du genau regen, welche Medien automatisch geladen werden.


Tipp 9: Offline-Karten für den Urlaub

Bevor du im Urlaub teuer surfen musst, kannst du dir, um dich nicht zu verlaufen, schon vorab Karten herunterladen. Zum Beispiel über Google Maps hast du die Möglichkeit, Karten offline zu speichern. Dazu musst du den entsprechenden Kartenausschnitt wählen und dann das Suchfenster antippen. Anschließend erscheint die Option “Karte für Offline-Nutzung speichern”. Das haben wir in diesem Blogartikel bereits genauer erklärt.

Aber nicht vergessen: Karten müssen vor deiner Reise heruntergeladen werden. 😉

Datenvolumen sparen Mobile Daten

Über das Kontrollzentrum oder die Systemeinstellungen kannst du die mobilen Daten abschalten.


Tipp 10: Meide Musik-Streaming unterwegs

Bei Musik-Streaming schwankt je nach Bitrate der Verbrauch zwischen einem und fünf Megabyte pro Minute. Wenn du längere Strecken unterwegs bist, kann sich das schnell häufen. Ich empfehle dir daher, unterwegs lieber auf deinem Smartphone gespeicherte Musik anzuhören, um Datenvolumen zu sparen. Du kannst (ein entsprechendes Abo vorausgesetzt) die Offline-Funktion deines Musik-Streaming-Dienstes nutzen: Bei Spotify bspw. kannst du bei Alben, die auch offline verfügbar sind, einfach den Regler nach rechts schieben. Dann wird das Album auf deinem Handy gespeichert.

Datenvolumen sparen Qualität

In Spotify, Netflix und Co. kannst du bequem einstellen, welche Qualität du über welche Verbindung nutzen willst.


Hat es dich kalt erwischt, ohne dass du Musik vorher heruntergeladen hast und jetzt trotzdem nicht auf Musik verzichten willst, dann kannst du – ähnlich zu Video-Diensten – auch die Qualitätseinstellungen der Musik-Wiedergabe einstellen. Das lässt sich meist auch getrennt für die WLAN- und die mobile Datenverbindung einrichten.

Tipp 11: Mobile Daten: AUS

Falls alle Einspar-Bemühungen nichts genutzt haben und du die Internet-Dienste deines Smartphones gerade nicht zwingend brauchst, dann hilft es noch, die mobile Datenverbindung komplett abzuschalten. Auf die Weise bist du noch telefonisch und per SMS erreichbar, aber keine deiner Apps kann mehr irgendwelche Daten heimlich schicken oder empfangen. So geht dir keiner deiner letzten wertvollen MBs verloren.

Datenvolumen sparen Mobile Daten

Über das Kontrollzentrum oder die Systemeinstellungen kannst du die mobilen Daten abschalten.


Den Flugmodus ein- oder das Handy auszuschalten bringt allenfalls deinem Akku etwas weniger Verbrauch. Dann bist du aber auch nicht mehr erreichbar. Ständiges Ein- und Ausschalten des Akkus oder des Flugmodus verbraucht übrigens auch recht viele Daten und Energie. Also liber anlassen und die mobilen Daten einfach deaktivieren.

Tipp 12: Wechsel zu einem Tarif mit mehr Highspeed-Volumen

Wenn alles andere nicht hilft, du ein Hardcore-Surfer mit dem Smartphone bist und dir nur selten WLAN zur Verfügung steht, musst du wohl doch zu härteren Mitteln greifen und über einen Tarifwechsel nachdenken. Hier gelangst du zu unseren weiteren Mobilfunk-Tarifen auch mit attraktiven Smartphone-Angeboten.

Die RED-Tarife von Vodafone bieten (ungedrosselte) Tarife, bei denen du entscheidest, ob Streaming-Dienste dein Datenvolumen belasten. genau so kannst du bei diesen Tarifen bspw. dein unverbrauchtes Datenvolumen in den nächsten Monat mitnehmen.

Ansonsten können wir dir unseren Prepaid-Killer empfehlen. Damit hast du Zugriff auf bis zu 20 GB LTE Datenvolumen, kannst endlos telefonieren und SMSen und das Beste: Nach Verbrauch deines High Speed Datenvolumens surfst du mit bis zu 1 MBit/s LTE einfach weiter. Das ist 31 mal mehr als die häufige Restgeschwindigkeit von 32 KBit/s der meisten anderen Anbieter. Mit 1 MBit/s kannst du immer noch problemlos Videos in SD streamen, Musik, chatten und surfen. Das ganze gibt’s schon ab 8,99 mtl.*.

Prepaid-Killer ab 8,99 mtl.*

Was hast du noch für Tricks auf Lager, um Datenvolumen zu sparen? Wieviel Datenvolumen verbrauchst du monatlich im mobilen Netz über dein Smartphone? Schreib mir dein Feedback als Kommentar.

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4 Kommentare

  1. Der Flugmodus wäre aber das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, dann ist man nämlich auch telefonisch nicht mehr erreichbar. Jedenfalls unter Android kann man aber die Datennutzung separat ausschalten. Das nutzen die meisten ja auch im Ausland.

  2. Ja das ist korrekt, man kann auch nur die mobilen Daten einzeln ausschalten. Beim Flugmodus wird aber zusätzlich noch der Akku besonders geschont, wenn alle Verbindungen gekappt sind. Deshalb auch der Beisatz … wenn du dein Telefon eh gerade nicht brauchst.

    • Hi Patricia,
      wenn du dich im WLAN befindest, musst du das mobile Datenvolumen nicht extra ausschalten. Auf das mobile Datenvolumen greift dein Smartphone erst zurück, wenn keine WLAN-Verbindung verfügbar ist.
      LG Ben

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